CeBIT: Meet & Greet mit Marcell D’Avis in der Webciety

Ihr wollt Marcell D’Avis, den neuen Leiter für Kundenzufriedenheit beim Internetprovider 1&1 einmal persönlich und hautnah erleben? Dann habt ihr, insofern ihr nicht Kunde bei 1&1 seid und er schon vor euer Haustür (siehe TV-Spot) stand, in knapp vier Wochen die Gelegenheit dazu, denn Marcell D’Avis kommt am 5. März (Freitag) nach Hannover auf die CeBIT. In der Webciety diskutiert er zwischen 11.30 und 12.20 Uhr unter anderem mit Sascha Lobo über das Thema “Die Person als Marke im Web”. Im Mittelpunkt steht dabei die Bedeutung der Person für die Kommunikation und das Marketing. Während in den bisherigen Zeiten der Massenkommunikation die Medien als Mittler zu einer Masse von Zuhörern standen, sind es in Zeiten von sozialen Medien und sozialen Netzwerken nicht mehr die Medien oder Netzwerke, sondern die Personen hinter bzw. innerhalb dieser Netzwerke, heißt es in dem Programmflyer. Die großen Vorteile von Personenmarken: Sie besitzen differenzierbare Identitätsmerkmale und haben in der Außendarstellung (sprich Werbung) eine hohe Glaubwürdigkeit.

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Nachgefragt: GEZ-Chef Hans Buchholz über die neue Imagekampagne

Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) geht neue Wege. Seit Montag präsentiert sich die Kölner Einrichtung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht nur mit einem frischen Logo, sondern auch mit einer neuen Online-Plattform im Netz. Angesprochen werden insbesondere die jüngeren Internet-Nutzer, die im eigens eingerichteten Forum sowie in fünf Mitarbeiterblogs über die GEZ und die Rundfunkgebühren diskutieren können.

Offen, transparent und direkt soll die frisch gestartete Meinungsplattform sein – und genau so will sich auch die GEZ künftig sehen. Doch was eigentlich als mutiger Schritt in die Öffentlichkeit gedacht war, entpuppt sich auf den ersten Blick zu einem echten Desaster für die Marketing-Strategen – denn der Internetauftritt sorgt vor allem im Web 2.0 für reichlich Hohn, Spott und Gelächter. Besonders deutlich wird die Kritik wie erwartet auch im GEZ-Forum. Mehr als 900 Mitglieder haben sich dort bereits angemeldet und in knapp 2.000 Kommentaren ihren Unmut hinterlassen. Eine sachliche Diskussion suchen Gebührenzahler hier bislang allerdings vergeblich.

Für Focus Online habe ich Geschäftsführer Hans Buchholz um ein Interview gebeten.

Sehr geehrter Herr Buchholz, am Montag ist die GEZ mit einem neuen Online-Forum an den Start gegangen. Zielgruppe sind insbesondere junge und internetaffine Menschen, die häufig im Netz surfen, in sozialen Netzwerken unterwegs sind sowie in Foren und Blogs aktiv sind. Welche Erwartungen verbindet die GEZ mit diesem Projekt?

Wir wollten mit dem Forum den kritischen Austausch und die Diskussionen über die GEZ und die Rundfunkgebühren ermöglichen. Dies ist sicherlich ein neuer, aber wichtiger Schritt, um zu zeigen, dass die GEZ sich der öffentlichen Kritik stellt. Darüber hinaus möchten wir uns offen und transparent in den Mitarbeiter-Blogs und in dem Experten-Chat präsentieren.

Passend zum Start des Meinungsportals hat die GEZ auch ihr neues Unternehmenslogo eingeführt. War der alte Schriftzug noch deutlich kantiger und dunkelgrüner, erstrahlt das neue Logo nun in einem weichen und hellen Grünton. Zudem wurden die Ecken leicht abgerundet und der Schriftzug am Ende mit einem entschlossenen Punkt versehen. Wofür steht das neue Logo? Was hat der Punkt zu bedeuten?

Mit dem neuen Logo möchte sich das Unternehmen GEZ zukünftig als ein kundenfreundliches, modernes Dienstleistungsunternehmen positionieren und als solches am Markt operieren. Die Logo-Umstellung ist sozusagen der letzte Schritt in einer Reihe von Maßnahmen zur Modernisierung, die im Unternehmen bereits umgesetzt wurden. Diese sollen nun mit einem neuen Logo auch nach außen “erleb- und sichtbar” gemacht werden. Das neue Logo rundet den Veränderungsprozess zu einem modernen, serviceorientierten Unternehmen ab.
Durch das Zusatzelement “Punkt” signalisiert das Logo Selbstbewusstsein und Klarheit. Er verleiht dem Ganzen Stärke und Durchsetzungswillen (gesetzliche Gebührenpflicht), wirkt aber nicht abschreckend. Der Punkt soll als ein modernes grafisches Element dienen (dot.com).

Wie erwartet, gab es in zahlreichen Foren und Blogs teilweise heftige Kritik wegen Ihrer Kampagne. Die GEZ sei weder an einer offenen Diskussion interessiert, noch stelle sie sich der Kritik. Auch in Ihrem Online-Forum häufen sich die Kommentare diesbezüglich. Haben Sie mit dieser Menge an Kritik gerechnet und wie gehen Sie damit um?

Wir haben mit Kritik gerechnet und stellen uns dieser auch gerne. Wir freuen uns, dass das Forum so gut angenommen wird.

Wie die meisten anderen Foren wird Ihre Plattform auch von Moderatoren betreut, die unter anderem jeden Kommentare der Leser manuell freigeschalten. Etwas ungewöhnlich hingegen ist, dass Ihr Forum über Öffnungszeiten verfügt. Von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen acht und 22 Uhr können Leser mitdiskutieren. Außerhalb dieses Zeitraums, an Wochenenden und Feiertagen ist es nicht möglich, Einträge zu kommentieren – auch nicht als registrierter Nutzer. Widerspricht das nicht dem gängigen Foren-Verständnis, immer und überall kommentieren zu können?

Um das Internet-Forum möglichst authentisch zu organisieren, haben wir uns an auch weitgehend an unseren Geschäftszeiten orientiert beziehungsweise diese sogar noch um drei Stunden verlängert. Die Moderatoren sind übrigens alle Mitarbeiter der GEZ und keine externen Service-Kräfte.

Sie haben zum Start der Plattform angekündigt, den Rundfunkgebührenzahlern und Nutzern dieser Webseite Rede und Antwort zu stehen. Sei es im Forum, im Experten-Chat oder in den Mitarbeiter-Blogs. In Ihrem Forum gibt es derzeit schon rund 1.800 Beiträge in mehr als 500 Themen. Eine Reaktion eines GEZ-Mitarbeiters, der als solcher auch erkennbar ist, hat es bis dato aber nicht gegeben. Warum gibt es kein direktes Feedback auf die Beiträge?

Ich muss zugeben, die Menge der Einträge in den letzten drei Tagen hat uns auch etwas überrascht. Wir werden uns sukzessive in das Geschehen einschalten. Um dem großen Interesse gerecht zu werden und die Redaktion zu gewährleisten, sind wir momentan dabei, weitere Moderatoren für die Betreuung des Portals hinzuzuziehen.

Für hohe Erwartungen bei den Lesern haben auch die neuen Mitarbeiter-Blogs gesorgt. Derzeit sind es fünf Stück an der Zahl. Drei Blogs bieten allerdings noch keine Inhalte. Zudem fällt auf, dass alle Blogger weder mit dem Nachnamen genannt werden noch mit einem Foto im Blog auftauchen. Auch ihr konkreter Tätigkeitsbereich bei der GEZ wird nicht erwähnt. Das überrascht ein wenig, da die Autoren nach eigenem Bekunden großen Wert darauf legen, nicht nur einen Einblick hinter die Kulissen der GEZ zu geben, sondern auch offen und transparent mit den Nutzern kommunizieren zu wollen. Im Raum steht unter anderem der Vorwurf, dass Mitarbeiter einer PR-Agentur hier das Bloggen übernehmen würden. Stimmt das und warum bleiben die GEZ-Mitarbeiter weitgehend anonym?

Wir haben das Thema intern auch eingehend diskutiert, bevor wir mit dem Portal online gegangen sind. Sicherlich wäre es noch „transparenter“, wenn wir den vollen Namen und/oder ein Foto von den bloggenden Personen eingestellt hätten. Allerdings bin ich nun, nachdem es leider vermehrt beleidigende und diffamierende Einträge gegenüber den Bloggerinnen in unserem Forum gegeben hat, froh, dass wir uns dagegen entschieden haben. Denn wir möchten und müssen unsere Mitarbeiterinnen, die sich freiwillig dazu bereit erklärt haben, beim Online-Portal mitzumachen, vor solchen Anfeindungen oder noch Schlimmerem schützen. Ich kann Ihnen aber versichern, dass es sich bei allen Bloggern nur um Mitarbeiterinnen der GEZ handelt. Eventuell werden sich in nächster Zeit auch noch weitere Mitarbeiter als Blogger registrieren lassen.

Können Sie etwas zu den konkreten Kosten sowohl der Kampagne als auch des Online-Forums sagen?

Die Werbekampagne und das Online-Forum wurden aus dem der GEZ für ihre Aufgaben zur Verfügung stehenden Budget finanziert, das jährlich von den Aufsichtsgremien genehmigt wird.

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Urheberrechtsklage: iMussolini wieder aus dem AppStore entfernt

Vor knapp einer Woche habe ich hier im Blog über iMussolini und seinen Siegeszug im italienischen AppStore berichtet. Das rund 106 Megabyte große iPhone-App kostete 79 Cent und enthielt mehr als 100 Reden des früheren Diktators Benito Mussolini – sowohl in Textform als auch in Bild und Ton. Der Protest war natürlich groß. Trotzdem wurde die App pro Tag rund 1.000 Mal heruntergeladen und ließ bei dem 25-jährigen Programmierer Luigi Marino ordentlich die Kassen klingeln. Sogar eine überarbeitete und doppelt so teure Version sollte auf den Markt kommen.

Seit gestern ist die App allerdings aus dem AppStore wieder verschwunden. Erste Vermutungen, dass Apple die umstrittene Anwendung auf Drängen der Kritiker entfernt haben soll, haben sich nicht bestätigt. Wie Luigi Marino jetzt mitteilte, habe er sich zu diesem Schritt entschlossen, weil ihm die staatliche Filmstiftung Cinecitta Luce, die die Rechte für die historischen Mussolini-Aufnahmen besitzt, mit einer Klage gedroht, da er widerrechtlich urheberrechtlich geschütztes Material für kommerzielle Zwecke verwende.

Allerdings schloss der Entwickler nicht aus, dass iMussolini wieder im AppStore angeboten werden könnte, wenn er sich mit der Filmstiftung über die Rechte geeignet habe.

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Arbeitet Amazon bereits am nächsten Kindle mit Farb-LCD und Multitouch?

Als Apple vor rund einer Woche das iPad zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert hat, dürfte der Chefetage von Amazon für einen kurzen Moment das Lachen vergangen sein. Auch über die anschließende Diskussion über das Kindle-Preismodell für E-Books mit dem amerikanischen Großverlag Macmillan Anfang der Woche dürfte der Online-Händler nicht gerade glücklich gewesen sein. Doch allem Ärger zum Trotz geht es nun wieder vorwärts.

Wie die New York Times berichtet, soll Amazon bereits Anfang des Jahres den amerikanischen Multitouch-Entwickler Touchco gekauft haben. Besonders interessant an der Unternehmensübernahme ist, dass Touchco ein Patent zur Herstellung von druckempfindlichen Multitouch-Folien besitzt, die in der Herstellung wesentlich günstiger sein sollen als beispielsweise die verwendeten Bauteile beim iPad. Dies könnte sich in Anbetracht des herrschenden Preisdrucks auf dem Tablet-Markt als wichtiger Wettbewerbsvorteil erweisen.

Eine offizielle Bestätigung der Übernahme steht allerdings noch aus. Beide Unternehmen haben einstimmig erklärt, dass sie sich zu Gerüchten nicht äußern werden. Laut New York Times hat ein Insider den Kauf allerdings bestätigt. Laut dessen Informationen sollen die Touchco-Mitarbeiter künftig den Kindle-Entwicklern zur Hand gehen – und vielleicht wird Amazon schon bald einen neuen Kindle vorstellen: mit Farb-LCD und Multitouch-Unterstützung.

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Sun-Chef verkündet Rücktritt über Twitter: “CEO no more”

Wie verkündet ein internetaffiner CEO seinen letzten Arbeitstag in seinem Unternehmen? Entweder er lässt eine Pressemitteilung veröffentlichen, er verabschiedet sich im hauseigenen Blog darüber oder er tippt einfach eine 140-Zeichen-Nachricht und versendet diese über Twitter in die ganze Welt. Jonathan Schwartz, bis gestern noch CEO von Sun, hat sich für die letzte Variante entschieden. Nach der Übernahme des Server-Riesen durch den Datenbank-Spezialisten Oracle bliebt dem Manager nur noch der Rücktritt. Seine Dienste werden bei Sun/Oracle nicht mehr benötigt.

via: Techfieber

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iPhone OS 3.1.3 schaltet Tethering-Funktion frei


Nachdem Google mit einem umfangreichen Software-Update seinen Nexus One endlich die ersehnte Multitouch-Unterstützung spendiert hat, hat auch Apple heute ebenfalls ein Update für sein iPhone veröffentlicht. Demnach enthält die neue iPhone OS 3.1.3 laut Hersteller einige Fehlerbehebungen und andere Verbesserungen. Konkret wurde unter anderem die Genauigkeit der Batteriestatusanzeige beim iPhone 3GS verbessert sowie das Problem gelöst, warum einige Apps von Drittanbietern nicht gestartet werden konnten. Wie die Kollegen von MacGadget berichten, wurden zudem einige als gefährlich eingestufte Sicherheitslücken in den Komponenten CoreAudio, ImageIO, Recovery Mode und WebKit geschlossen. Diese Schwachstellen konnten von Angreifern ausgenutzt werden, um Schadcode auf einem iPhone einzuschleusen und auszuführen.

Besonders interessant dürfte das Update auf 3.1.3 für Besitzer eines entsperrten iPhones sein, denn Apple hat auf ihren Geräten die Tethering-Funktion frei geschaltet. Nach der Aktualisierung können sie nun von ihrem Computer aus die Mobilfunkverbindung ihres Smartphones nutzen und online gehen. Bisher war dies nur Vertragskunden gestattet.

Wie die Jungs von Engadget melden, sollten Besitzer eines geknackten iPhones mit dem Update wie immer noch warten – bis die Entwickler von blackra1n und redsn0w einen neuen Jailbreak veröffentlichen.

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Nexus One: Software-Update bringt Multitouch-Unterstützung

Besitzer des Nexus One können sich freuen, denn Google hat vor ein paar Stunden ein umfangreiches Software-Update zum Download freigegeben. Neben einigen Verbesserungen in puncto Stabilität und Leistung sowie einer neuen Version von Google Googles und Google Maps dürfte die wohl interessanteste Neuheit die lang ersehnte Multitouch-Unterstützung sein. Im Browser, in der Bildergalerie sowie in Google Maps lassen sich Inhalte jetzt wie beim iPhone via Fingerbewegung nach Belieben vergrößern und verkleinern.

Hier sind die Details:

Google Goggles: this mobile application will now be available directly on your device by launching it from your All Apps menu. Just use your Nexus One camera to start searching the web

Google Maps: the Maps application with be updated to a new version, Google Maps 3.4, which will include:

* Starred items synchronized with maps.google.com – access your favorite places from your phone or computer
* Search suggestions from your personal maps.google.com history – makes it easy to search for places you’ve searched for before
* Night mode in Google Maps Navigation – automatically changes your screen at night for easier viewing and driving

Pinch-to-zoom functionality: devices will now include a new pinch-to-zoom mechanism in the phone’s Browser, Gallery and Maps applications

3G connectivity: we will provide a general fix to help improve 3G connectivity on some Nexus One phones

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Imagepolitur im Web 2.0: GEZ lässt Mitarbeiter jetzt bloggen

Nach dem Internetprovider 1&1 (Stichwort: Marcell D’Avis) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (und viele andere Unternehmen und Organisationen natürlich) will nun auch die Gebühreneinzugszentrale in Köln etwas gegen ihr schlechtes Image unternehmen. Und welche Idee wäre nahe liegender, als der längst überfällige Schritt ins Web 2.0, wo die Kritiker vermutlich am Lautesten und Aktivsten sein dürften.

Also wurde eine PR-Agentur beauftragt, ein Konzept erarbeitet und umgesetzt. Das Ergebnis ist gestern online gegangen.

Liebe Besucherin, lieber Besucher,
herzlich willkommen bei gez-meine-meinung.de! Die GEZ und das Rundfunkgebührensystem liefern einigen Diskussionsstoff. Dessen sind wir uns bewusst und diesem Dialog möchten wir uns stellen.

Auf diesem Portal ist deshalb Ihre Meinung gefragt. Im GEZ-Forum können Sie sich mit anderen Usern über die GEZ und die Rundfunkgebühren austauschen und miteinander diskutieren. Zudem finden Sie in GEZ-Mitarbeiter-Blogs und Expertenchats mehr Informationen zur GEZ sowie zu aktuellen Fragen und Diskussions-Themen.

Mit einer gewissen Erwartung habe ich mir natürlich gleich die Mitarbeiter-Blogs angeschaut. Fünf Stück an der Zahl, wobei die Blogs von Sylvia S. und Conny A. derzeit noch keine Inhalte bieten. Zudem fällt auf, dass alle fünf Mitarbeiterinnen weder mit dem Nachnamen genannt werden noch mit einem Foto in dem Blog auftauchen. Auch ihr konkreter Tätigkeitsbereich bei der GEZ wird mit keinem Wort erwähnt. Schade eigentlich, da die Autoren des Blogs nach eigenem Bekunden großen Wert darauf legen, nicht nur einen Einblick hinter die Kulissen der GEZ zu geben, sondern auch offen, transparent und direkt mit den Lesern kommunizieren zu wollen. Aber schauen wir uns doch mal die ersten Blog-Einträge an.

Anja M. schreibt:

Liebe Leser! Mein erster Blog!

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal einen GEZ-Mitarbeiterblog schreibe.

Als ich 2003 hier angefangen habe, stand das jedenfalls noch in den Sternen.Ich bin in meinem Job täglich in Kontakt mit den Kunden, sowohl in der telefonischen Teilnehmerhotline als auch zuständig für die Beantwortung der eingehenden Briefe, Faxe und Mails.

Es mag vielleicht seltsam klingen, aber es ist ein interessanter, vielseitiger Job, der ganz bestimmt nie langweilig wird!

Ich weiß ganz genau, welche Themen den Rundfunkteilnehmern unter den Nägeln brennen und freue mich, dass wir hier zusammenkommen, um regen Meinungsaustausch zu pflegen und natürlich auch zu diskutieren. Daher hab ich auch sofort “hier” gerufen, als es darum ging, einen Webblog zu starten.

Als Bloggerin freue ich mich über zahlreiche Anregungen, Lob und auch konstruktive Kritik zu unseren Beiträgen!

Die Lobeshymne auf den eigenen Arbeitgeber kommt bei den meisten Lesern vermutlich nicht so gut an. Ganz anders als beim Chef vermutlich. Statt allgemeinem Blabla wäre es schön zu erfahren, welche konkreten Themen den Rundfunkteilnehmern unter den Nägeln brennen? Welche Erwartungen hat die Jung-Bloggerin an ihren neuen Nebenjob? Wie sehen die nächsten Themen aus?

Ähnlich formuliert auch ihre Kollegin Vera Z. ihren ersten Beitrag:

Nun betrete ich also Neuland… Hallo liebe Besucher des GEZ-Mitarbeiter-Blogs,

ein herzliches Willkommen auf dieser neu eröffneten GEZ Plattform! Ich freue mich über die Gelegenheit, in direkten Kontakt treten zu können, Fragen zu beantworten, Denkanstöße zu geben, zu diskutieren, zu erklären und aufzuzeigen, dass die GEZ eine super Firma ist! Hier arbeiten Menschen, die sich um jeden Brief, jedes Telefonat Gedanken machen und versuchen zu helfen.

Ich selber bin seit fast 4 Jahren hier Mitarbeiterin – und das sehr gerne. Es geht hier nicht nur – wie ich irrtümlich auch erst dachte – darum, den ganzen Tag Gebühren zu buchen. Jedes einzelne Teilnehmerkonto ist anders, jeder Teilnehmer unterschiedlich, kein Brief wie der vorherige. Die Sachverhalte erfordern oft “Sherlock Holmes Qualitäten”.

Alles ist im Wandel, oft gibt es neue Gesetze oder auch Pressemitteilungen, auf die wir reagieren müssen. Und dass die GEZ sich diesem Wandel nicht entzieht, zeigt diese Homepage. Und unser neues Logo. Die uns so gewohnten, typischen Buchstaben und das GEZ-grün weichen einem frischen Schriftzug, neuen Farben und einem entschlossenen Punkt. Mir gefällt das gut, es ist runder, stimmiger, freundlicher.

Über Meinungen und Beiträge zu diesem Thema – und anderen – freue ich mich. Viel Spaß mit diesem Blog und bis bald.

Über die Sherlock-Holmes-Qualitäten habe ich mich köstlich amüsiert. Zeigt es doch, dass ich nicht der Einzige bin, der bei der GEZ den Überblick verloren hat. ;-) Wesentlich besser gefallen hat mir dagegen der Blogeintrag von Daniela K. Hier gibt es keine Lobeshymne auf den Arbeitgeber wie bei ihren beiden Kolleginnen, sondern die Autorin erzählt dem Leser eine nette Geschichte aus ihrem Privatleben – mit GEZ-Bezug natürlich.

Mein Leben mit der GEZ, oder…. “aber du arbeitest doch nicht im Außendienst?”

Ich war am Wochenende auf der Geburtstagsfeier eines Bekannten eingeladen. Das ist für mich immer sehr spannend. Warum? Nun, an solchen Abenden, lernt man neue Leute kennen. Es kam zu folgender Situation:

Auf dem Weg zum Buffet, schnappte ich folgende Satzfetzen auf: “… arbeitet bei der GEZ. Vielleicht fragst du sie mal…?” Ich dachte nur: “Oh je, das kann dauern…”.

Da kam er auch schon näher. Ein scheinbar netter Kerl, aufgerissene Augen, offener Mund. “Nä, du arbeitest bei der GEZ? Echt jetzt?” Ich antwortete ihm. “Und du arbeitest dann auch so im Außendienst, und so?” Ich sagte ihm darauf, dass dies nicht zu meiner Arbeit gehört. “Also bist du nicht so eine von Denen?” “Mh”, dachte ich, “was meinst du denn jetzt damit?” Er sagte: “Na ja, halt so eine, die einen kontrolliert und dann die Gebühren aufdrückt.” “Hm”, okay, dachte ich, “der Hot Dog kann noch warten”.

Es folgte also eine rege Diskussion über die Gebührenpflicht an sich und über die Arbeit der Beauftragten.

Wir diskutierten weiter über Recht und Unrecht im Gebührenrecht. Ich merkte so langsam, dass mein Magen knurrte, mein Glas leer war und ich den Namen meines Gesprächspartners noch nicht kannte. Ich beschloss, das mit dem Namen nachzuholen und stellte mich vor. Er grinste und sagte: “Huch, da waren wir jetzt so vertieft… ich bin übrigens der Lars”. Wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach dem Kühlschrank und unterhielten uns noch eine Weile. Es wurde noch ein langer Abend…

Ich hätte nie gedacht, dass mein Job derartiges Interesse bei meinen Mitmenschen wecken könnte. Die geschilderte Situation ist kein Einzelfall. Wenn Ihnen mal auf einer Party der Gesprächsstoff ausgehen sollte, dann diskutieren Sie doch einfach mal über die GEZ. Sie werden überrascht sein.

Man liest sich!
Ihre Daniela

Mein Fazit: Nach eigenen Angaben siehe Pressemitteilung dazu) richtet sich das Angebot insbesondere an jüngere und internetaffine Nutzer, die häufig im Netz surfen, in sozialen Netzwerken unterwegs sind sowie in Foren und Blogs aktiv sind. Dazu passt auch das neue Unternehmenslogo. War der Schriftzug vorher noch deutlich kantiger und dunkelgrüner, erstrahlt das Logo nun in einem sanften Grünton. Zudem wurden die Ecken leicht abgerundet und mit einem entschlossenen Punkt am Ende versehen. Doch was nützt das schönste Logo, wenn das Image im Keller ist. Ein Anfang ist gemacht, das GEZ-Debattenportal ist gestartet. Ob das Angebot von der gewünschten Zielgruppe angenommen wird, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

Allerdings gehört zu einem Mitarbeiter-Blog ein wenig mehr als Lobeshymnen auf den eigenen Arbeitgeber, auch wenn es bisher insgesamt nur drei Beiträge gibt. Die Autoren bleiben (aus Angst vor Kritikern?) weitgehend anonym. Wenn ich Blogs lese, möchte ich gerne wissen, welcher Mensch sich hinter dem Autorennamen versteckt. Sonst brauche ich keine Blogs lesen. Dies schafft Glaubwürdigkeit, Transparenz und Vertrauen. Und genau diese wichtigen Punkte fehlen hier meiner Meinung nach.

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