Dies ist der Liveblog zum “The Future Face of Media: Business Models for the Digital Era” am 18. Mai 2010 aus dem Congress Center in Frankfurt. An der Konferenz, die sich mit dem Einfluss der digitalen Medien auf die Geschäftsmodelle der nachrichtenproduzierenden Wirtschaftszweige befasst, nehmen neben namhaften Vertretern von internationalen Verlagen und Nachrichtenagenturen auch zahlreiche Fernseh- und Rundfunkanstalten aus dem In- und Ausland teil. Unter den Sprechern sind unter anderem Arthur Sulzberger Jr. (Herausgeber der New York Times), Rona Fairhead (Vorsitzende der Financial Times Group London), Laurent Joffrin (Herausgeber der französischen Zeitung Liberation), Andrew Langhoff (Herausgeber des Wall Street Journal Europe), Malte von Trotha (CEO dpa), Chris Ahearn (Thomson Reuters) sowie Christoph Keese vom Axel Springer Verlag.
Das offizielle Kongress-Programm mit der Sprecherliste kann hier heruntergeladen werden.
Eine ausführliche Zusammenfassung der Veranstaltung erfolgt in den nächsten Tagen.

Axel Springer ist mit einem historischen Rekord-Quartalsergebnis und einem kräftigen Umsatzzuwachs erfolgreich in das Geschäftsjahr 2010 gestartet, dies verkündete der Medienkonzern vor ein paar Tagen via Pressemitteilung. Eine Belebung des Werbemarktes, insbesondere im März, Kostendisziplin und positive Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen hätten zu einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität in allen operativen Segmenten geführt. Zudem profitiere der Konzern vom anhaltend dynamischen Wachstum der digitalen Medien, die ihren Umsatz um mehr als 50 Prozent erhöhen und nach den inländischen Zeitungen den zweitgrößten Umsatzbeitrag liefern konnten.
“Axel Springer hat einen neuen Rekord für das Ergebnis eines ersten Quartals erreicht und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben – das beweist: Die Transformation in die digitale Welt bietet für ein Inhalte-Unternehmen viel mehr Chancen als Risiken, und die sehr hohen Gewinnmargen der Zeitungen und Zeitschriften zeigen”, wird der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner zitiert. Demnach hätten die Digitalen Medien im ersten Quartal 2010 mit 160 Millionen Euro (104,7 Millionen Euro im Vorjahr) erstmals den zweitgrößten Umsatzbeitrag im Konzern geleistet. Darüber hinaus seien die Werbeerlöse in diesem Bereich um 47,3 Prozent auf 113,5 Millionen Euro (im Vorjahr noch 77,1 Millionen Euro) gestiegen.
Ein besonderes Augenmerk des Medienkonzern liegt auf dem Apple iPad. Bereits Anfang April hatte sich Döpfner von den neuen Möglichkeiten, die der Tablet insbesondere Verlagen bietet, begeistert gezeigt. Kostenpflichtige Anwendungen seien eine Möglichkeit, neue Umsatzfelder zu erschließen, so der Konzernchef. Das iPad hätte sogar das Zeug dazu, die Verlagsbranche zu retten, da Bezahlmodelle für den digitalen Journalismus unbedingt notwendig wären. Mit der App iKiosk (enthält die digitalen Ausgaben von Welt, Welt Kompakt und Welt am Sonntag) hat Springer einen Anfang gemacht. Ob das kostenpflichtige Angebote, ein digitales Zeitungsabo kostet 7,99 Euro im Monat, bei den deutschen iPad-Nutzern ankommt, wird sich zeigen. Laut Döpfner liegen die Vorteile beim iPad-Abo auf der Hand. Leser bekämen die News früher als die Papier-Ausgabe. Zudem seien die Inhalte attraktiv aufbereitet. Einziger Kritikpunkt des Konzernchefs ist übrigens die mit 30 Prozent relativ hohe Umsatzbeteiligung von Apple. Mit The Iconist startet der Verlag Ende Mai übrigens sein nächstes Bezahl-Angebot fürs iPad.
Von einem Erfolg ist der Medienkonzern überzeugt. So wurden die ebenfalls kostenpflichtigen Apps Bild und Welt fürs iPhone nach eigenen Angaben bisher mehr 140.000 Mal heruntergeladen.
Die Jungs von Foursquare haben eine Kooperationsvereinbarung mit den Musik-Sendern MTV und H1 unterschrieben. Bei dieser Gelegenheit präsentierten die Unternehmen auch gleich die ersten Früchte der Zusammenarbeit. So gibt es neben dem neuen Celebrity-Modus auch eine ganze Reihe frischer Badges, die Nutzer in Verbindung mit dem Promi-Modus verdienen können. In Sachen Funktionalität hat sich Foursquare an Twitter und an den Fan-Seiten von Facebook orientiert. So können Nutzer ihrem Promi einfach folgen und durch dessen Location-Updates sehen, wo er sich gerade aufhält. Modernes Stalking 2.0 halt. Den Anfang macht übrigens MTV-Star Jersey Shore’s DJ Pauly D.
In den USA macht der Celebrity-Modus durchaus Sinn. Hier ein Beispiel: Ein Promi checkt via Foursquare in einer Diskothek ein und seine Fans bekommen dies mit. Der Auflauf vor und in dem Laden dürfte entsprechend groß sein. Auch in puncto Medienrummel ist das Feature nicht zu unterschätzen, da sicherlich auch Paparazzi den Modus nutzen werden, um den einen oder anderen Promi vor die Kameralinse zu bekommen.
(via: Mashable)
Die Anzahl der Online-Gamer ist im letzten Jahr um rund ein Drittel gestiegen. Dies belegt eine aktuelle Studie, die der Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. zusammen mit Statista durchgeführt hat. Hier die interessantesten Punkte: Jeder dritte Online-Gamer (befragt wurden 7.500 Zocker) investiert durchschnittlich 28 Euro pro Monat, knapp fünf Prozent sogar mehr als 75 Euro. Die Mehrheit der Spieler nimmt Werbung im Spieleumfeld wahr. Jeder dritte Online-Gamer gibt sogar an, aktiv auf Werbeangebote geklickt zu haben. Ebenfalls interessant: 44 Prozent spielen häufiger als zuvor, wenn sie seit mindestens einem Jahr spielen. Zudem spielen 40 Prozent jeden Tag. Gut ein Drittel sind Intensiv-Gamer, die mindestens zwei Stunden pro Tag spielen. Jeder dritte Gamer ist übrigens weiblich.
Was die Studie noch belegt hat: Über 50 Prozent der Online-Gamer spielt Multiplayer-Spiele, jeder fünfte ausschließlich. Ein Drittel aller Online-Gamer spielt sowohl allein als auch zusammen. Die beliebtesten Titel sind aus den Bereichen Strategie, Denkspiel und Action-Adventure.
Verwundern dürften die Zahlen eigentlich nicht. Ich war jedenfalls nicht überrascht, zeigen sie doch einmal wieder, welchen hohen Stellenwert der Online-Spielemarkt in der Branche einnimmt.
Aktuelle Trends und neue Entwicklungen im Bereich Webhosting standen auch beim diesjährigen Webhosting Day im Phantasialand in Brühl wieder im Focus der rund 3.500 Fachbesucher. Unter den hochkarätigen Teilnehmern war auch Serguei Beloussov. Neben Updates für bekannte Produkte wie das Plesk Panel oder Virtuozzo hat der Parallels-Chef mit dem Cloud Computing Utility auch eine Produktneuheit präsentiert. Die Software soll es Webhosting-Anbietern ermöglichen, ähnlich wie Branchen-Primus Amazon Kunden Speicher und Rechenleistung je nach Bedarf anzubieten.
Zu den Parallels-Kunden in Deutschland zählt auch der Internetanbieter 1&1. Wie Stephan Fischer, Leiter Produktmanagement Hosting, im Rahmen des Branchentreffs bestätigte, wird sein Unternehmen voraussichtlich Anfang Juli allen Kunden ein neues Control-Center zur Verfügung stellen. “Kunden können dann noch intuitiver E-Mail-Adressen anlegen, neue Domains bestellen oder ihre Webseiten mit Inhalten füllen erstellen”, sagte Fischer. Die Bedienfreundlichkeit der bisherigen Kundenverwaltung werde durch die Einführung des sogenannten Small Business Panels deutlich gesteigert. Preislich soll sich für 1&1-Kunden übrigens nichts ändern. Das neue Control-Center wird allen Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt.
“Wann haben Sie das letzte Mal Kitkat gegessen? Vielleicht bleibt es Ihnen im Hals stecken, wenn Sie nachfolgendes Video sehen”, schreibt Olaf Kolbrück von off-the-record.de. Er meint damit die aktuelle Schock-Kampagne von Greenpeace, die sich gegen den Kitkat-Hersteller Nestle beziehungsweise gegen dessen Lieferanten für Palmöl in Indonesien richtet. “Kitkat – ein süßer Riegel mit bitterem Beigeschmack. Das Palmöl zur Herstellung des Nestlé-Produkts kommt aus indonesischen Plantagen, für die die letzten Urwälder des Landes abgeholzt werden. Der Lebensraum der stark bedrohten Orang-Utans geht damit für immer verloren. Nestlé: Have a break – Stop Palmöl aus Urwaldvernichtung”, heißt es auf der Greenpreace-Seite bei YouTube. Der Aufschrei im Netz, wo der Spot immer mehr verbreitet – ist groß. Zumal die Vorstellung, beim Biss in den leckeren Schokoriegel einen Orang-Utan-Finger zu entdecke, nicht gerade verlockend ist. Der Eine oder Andere wird sicherlich – wenn auch unbewusst – nachschauen, bevor er herzhaft zubeißen wird.
Dem Hersteller ist die Protestaktion jedenfalls bitter aufgestoßen. Eifrig versucht der Schokoriegel-Fabrikant jetzt, die Scherben aufzusammeln. Das Image ist angekratzt. Via Pressemitteilung teilt der Konzern mit, man habe die Zusammenarbeit mit dem betreffenden Palmöl-Hersteller beendet und setze jetzt auf den nachhaltigen Anbau – und überhaupt sei alles gar nicht so schlimm wie von Greenpeace behauptet.
Nestlé teilt die Sorge um die Bedrohung von Regenwäldern durch die Ausweitung des Palmöl-Anbaus. Nestlé Deutschland verwendet nur in einem geringen Volumen Palmöl und Palmkernöl bzw. daraus hergestellte Zwischenprodukte. Das Gesamtvolumen liegt in einer Größenordnung um 7.000 Tonnen pro Jahr, dies entspricht nur etwa 0,03 Prozent der weltweiten Produktion.

Apple und der US-Vertriebspartner AT&T haben wieder ein paar Details zum kommenden iPad 3G bekannt gegeben. Konkret geht es um die verfügbaren Datentarife und die Möglichkeit, diese zu buchen. Normalerweise müssen Kunden einen AT&T-Shop aufsuchen oder die Hotline des Telefonkonzerns anrufen, um einen Laufzeitvertrag für das Apple iPhone abzuschließen. Doch mit dem iPad (Ende März werden die ersten Geräte in den USA auf den Markt kommen) soll alles anders werden.
Denn laut Apple können iPad-Käufer künftig bequem von zu Hause aus in die Geräte-Einstellungen ihres Tablet gehen, dort den gewünschten Datentarif auswählen und direkt aktivieren. Zur Verfügung stehen sowohl eine limitierte Datenrate von 250 Megabyte für 14,99 Dollar als auch eine unbegrenzte Datenflat für 29,99 Dollar im Monat. Die Abrechnung erfolgt über die Kreditkarte, deren Daten ebenfalls in den Tablet-Einstellungen hinterlegt werden müssen. Der Besuch im AT&T-Shop und dergleichen entfällt damit. Gut ankommen dürften auch die Warnmeldungen bei Nutzung des 250-Megabyte-Tarifs. Sind 80 Prozent den gebuchten Datenvolumens verbraucht, wird der iPad-Besitzer darüber entsprechend informiert. Gleiches passiert, wenn noch zehn Prozent (also 25 Megabyte) zur Verfügung steht und das Datenvolumen komplett aufgebraucht ist. Benötigt ein iPad-Besitzer in einem Monat ein größeres Datenvolumen, kann der gebuchte Datentarif problemlos und jederzeit aufgestockt werden. Auch der Wechsel von der Datenflat zum 250-Megabyte-Tarif soll möglich sein.
Ich persönlich finde diese Möglichkeit klasse und hoffe, dass auch T-Mobile (hierzulande ein heißer Anwärter als iPad 3G-Vertriebspartner) uns (sollten die Bonner den Zuschlag für das UMTS-iPad bekommen) diese Möglichkeit bieten wird. Die Hoffnung hege ich natürlich auch bei den anderen Anbietern wie Vodafone, o2 und E-Plus.
(via: Gadget Lab/Wired)

Für alle Fans von WordPress und Mozilla Firefox gibt es jetzt frisches Futter in Form von zwei neuen Persona-Bildchen. Wie im WordPress-Blog zu lesen ist, wurden die beiden Firefox-Skins übrigens von Chad Pugh gestaltet und basieren auf den Themes “Vintage Press” und “Inkwell”.
WordPress users everywhere seem to love the W symbol (at WordCamps it shows up on everything from t-shirts to iPhone skins), so it was only natural that WordPress personas would come along. [...] These two designs are a great way to show the WordPress love, even if you’re only showing it to yourself.
Ich bin zwar eifriger Nutzer von WordPress und Firefox, aber herunterladen werde ich mir die beiden Personas trotzdem nicht. Auch keine anderen Firefox-Skins übrigens. In meinem Browser mag ich es klassisch und funktionell. Bunte Skins und Buttons stören da nur und lenken unnötig ab. Was meint ihr?
Vielen Dank an Guido für den Hinweis via Twitter.
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