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Archiv für die Kategorie ‘Twitter’

Mein echtes Twitter-Interview mit einem falschen Marcell D’Avis

Es gibt Neuigkeiten vom Internetprovider 1&1 aus Montabaur. Dieses Mal geht es allerdings nicht um das seit Anfang Juli erhältliche SmartPad oder um einen neuen Werbespot von Kundenzufriedenheitsleiter Marcell D’Avis, sondern um einen neuen Twitter-Account, der seit ein paar Tagen online ist und für reichlich Diskussionen sorgt. Den offiziellen Unternehmensaccount @1und1 gibt es ja schon etwas länger, doch seit Dienstagabend nutzt das Unternehmen scheinbar einen weiteren Kommunikationskanal auf Twitter. Unter @Marcell_D_Avis schreibt der Kundenzufriedenheitsleiter von 1&1 höchstpersönlich. Das habe ich jedenfalls gedacht, als ich auf das Twitterprofil aufmerksam wurde (er hat mich als Follower hinzugefügt) und den guten Mann gleich nach einem spontanen Interview via Twitter DM gefragt habe – und prompt eine positive Antwort bekam.

Guten Abend und herzlich Willkommen auf Twitter. Das schreit ja förmlich nach einem kurzen Interview … Interesse, gerne via Twitter DM?
Gerne und vielen Dank für den Willkommensgruß! Ich find mich auch schon so langsam zurecht hier.

Ihre Followeranzahl steigt auch langsam an. Es spricht sind offensichtlich herum, dass der Leiter für Kundenzufriedenheit bei 1&1 einen Twitter-Account hat. Fangen wir an: Marcell D’Avis twittert seit ein paar Minuten. Privat oder beruflich? Wie kam es zu diesem Schritt?
Allerdings. Eher beruflich. @1und1 fing damit an und als Leiter für Kundenzufriedenheit bin ich sozusagen “verpflichtet” dies auch zu tun.

Twittern Sie ausschließlich selbst und darf auch mal ihr Team ran? Welche Erwartungen haben Sie an ihren Twitter-Account?
Hier twitter ich ausschließlich selbst. Ich hoffe, dass ich 1&1 auf diesem Wege der “Social Media” Zielgruppe näherbringen und helfen kann. Facebook gehört natürlich auch dazu. Wobei dort nur die Fanpage ist.

Ich gehe davon aus, dass 1&1-Kunden sich auch auf diesem Wege Support erhoffen. Sollen sie weiterhin E-Mails an davis@1und1.de schreiben oder Ihnen künftig eine 140-Zeichen-Nachricht schreiben?
Beides ist möglich. Per Mail erreichen Sie auch mein Team. Über Twitter nur mich. Bei zu vielen Fragen hier geht natürlich irgendwann die Übersicht verloren, deshalb werde ich hier nur vereinzelte Tweets raus suchen.

Wie gehen Sie eigentlich mit den zahlreichen Fake-Accounts um? Es gibt ja bereits einige Spaßvögel. Gehen Sie dagegen vor und lassen Sie diese Profile löschen?
Solange es nicht Überhand nimmt, nicht. Ich sehe das mit Humor. Aber wenn diese Fake-Accounts mit ihren Tweets das Geschäft schädigen, dann werden wir wohl nicht drum herum kommen.

Gute Einstellung. Twittern Sie eigentlich von Ihrem neuen Smartpad aus?
Nein, ich weiß noch nicht welche App es da für Twitter gibt.

Hier kann ich Ihnen leider nicht helfen, da ich Apple-Nutzer bin. Wie sehen Ihre persönlichen Erwartungen an Twitter aus?
Na dann – Erwartungen habe Ich eigentlich keine. Ich hoffe, dass ich mehr Leute für 1&1 begeistern und vielen helfen kann!

So weit, so gut. Wie sich am nächsten Tag allerdings herausstellte, handelte es sich bei meinem Interviewpartner nicht um den echten Marcell D’Avis, sondern um einen unbekannten Spaßvogel. Der echte Leiter für Kundenzufriedenheit bei 1&1 befinde sich derzeit im Urlaub und sei zudem offline (wo der wohl ist?), teilt mir Andreas Maurer, Leiter des Social Media Teams bei 1&1, auf Nachfrage mit. Zudem werde der echte Twitter-Account @marcelldavis von Marcell D’Avis auch weiterhin nur passiv genutzt. Um es kurz zu machen: Ich bin einem Fake aufgesessen und zwar einem ziemlich gut gemachten, wie ich zugeben muss. Und das, obwohl ich Marcell D’Avis bei einem Bloggertreffen in Montabaur persönlich getroffen und ihn anschließend auch interviewt habe. Touché!

UPDATE: Das Rätsel ist gelöst. Mein falscher Marcell D’Avis hat sich zu erkennen gegeben. Er habeden den Twitter-Account @Marcell_D_Avis eingerichtet, um Unternehmen darauf aufmerksam zu machen, dass es bei Twitter auch ein “Verifizierungsprogramm” gebe.

Sun-Chef verkündet Rücktritt über Twitter: “CEO no more”

Wie verkündet ein internetaffiner CEO seinen letzten Arbeitstag in seinem Unternehmen? Entweder er lässt eine Pressemitteilung veröffentlichen, er verabschiedet sich im hauseigenen Blog darüber oder er tippt einfach eine 140-Zeichen-Nachricht und versendet diese über Twitter in die ganze Welt. Jonathan Schwartz, bis gestern noch CEO von Sun, hat sich für die letzte Variante entschieden. Nach der Übernahme des Server-Riesen durch den Datenbank-Spezialisten Oracle bliebt dem Manager nur noch der Rücktritt. Seine Dienste werden bei Sun/Oracle nicht mehr benötigt.

via: Techfieber

Hello World: Bill Gates ist jetzt auf Twitter und Facebook unterwegs

Bill Gates ist wieder im Internet aktiv. Vor zwölf Stunden hat der ehemalige Microsoft-Chef sein Facebook-Profil reaktiviert und daraus eine Fan-Seite gemacht. Neben Bildern zu Reisen nach Indien und Afrika sind dort auch diverse Links – unter anderem zur Bill & Melinda Gates Stiftung und zu Microsoft natürlich – zu finden. Knapp 55.000 Fans hat der gute Mann auch schon. Private Status-Meldungen nach dem Motto “ich mach gerade dies, ich treffe nachher den” finden Besucher der Facebook-Seite allerdings nicht.

Neu ist hingegen sein Twitter-Account und der bricht im Moment fast alle Rekorde, wie es scheint. Demnach bekommt Bill Gates derzeit pro Stunde rund neue 20.000 Follower – und es werden immer mehr. Aktuell folgen dem Microsoft-Gründer mehr als 140.000 Nutzer. Zudem ist sein Account bereits jetzt in 4.500 Listen eingetragen. Auf private Tweets müssen die Follower aber auch hier verzichten. Laut Profil will Gates insbesondere über seine Arbeit bei seiner Stiftung sowie über Erfahrungen von seinen Reisen in Dritte-Welt-Länder berichten. Seinen ersten Tweet hätte Gates übrigens gar nicht anders beginnen können als mit dem Programmier-Klassiker “Hello World“. In diesem Sinne, willkommen Bill in der schönen und schnellen Twitterwelt.

Sowohl das Facebook- als auch das Twitter-Profil sind übrigens echt. Das haben beide Unternehmen mittlerweile bestätigt.

ICQ 7: Twitter, Facebook, Flickr und YouTube sind jetzt integriert

Der beliebte Instant Messenger ICQ ist ab sofort in einer neuen Version verfügbar. Neben der klassischen Chat-Funktion mit anderen Nutzern unterstützt ICQ 7 erstmals Echtzeit-Updates aus Facebook und Twitter. Auch Bilder und Videos aus Flickr und YouTube lassen sich nun via Mausklick einfach und schnell austauschen.

Zusätzlich können sich die Nutzer nach dem Update auf eine verbesserte Benutzeroberfläche freuen. So befindet sich neben der Kontaktliste jetzt ein separater Karteireiter, in dem alle Neuigkeiten und Statusmeldungen von Freunden aus den unterschiedlichen sozialen Netzwerken aufgelistet werden. Hier können Nutzer die Beiträge ihrer Freunde direkt aus ICQ heraus kommentieren und dort wieder veröffentlichen, ohne sich dafür extra in das jeweilige Netzwerk einloggen zu müssen.

ICQ 7 läuft auf allen aktuellen Windows-Betriebssystemen und kann auf der Homepage kostenlos heruntergeladen (rund zwölf MB) werden. Trotz der vielen Neuerungen wollen sich die Entwickler nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen schon bald weitere Dienste und soziale Netzwerke – wie beispielsweise die deutschsprachige Plattform lokalisten.de (die ProSieben-Kooperation lässt grüßen) – unterstützt werden.

Twitter kauft GeoAPI-Anbieter und setzt künftig auf geo-basierte Tweets

Kaum hat Twitter-CEO Evan Williams durch die Suchmaschinendeals mit Microsoft und Google (von insgesamt 25 Millionen US-Dollar wird gemunkelt) genug Geld in der Brieftasche, geht der Microblogging-Dienst auch schon auf Einkaufstour. Quasi als Weihnachtsgeschenk an sich selbst für das erfolgreiche Geschäftsjahr hat Twitter den Geo-Daten-Spezialisten Mixer Labs übernommen. Ein noch relativ junges Unternehmen, das sich auf die Verknüpfung von Informationen und Standort-Daten spezialisiert hat. Und genau diese Daten will Twitter künftig in seinen 140-Zeichen-Dienst integrieren, berichtet Williams im hauseigenen Blog.

The Mixer Labs crew has been working on harnessing the power of local information for a couple years and just recently launched GeoAPI, a comprehensive service for helping developers build geolocation-aware applications. As of today, they’re part of Twitter and will be working to combine the contextual relevance of location to tweets. We want to know What’s happening?, and more precisely, Where is it happening? As a dramatic example, twittering “Earthquake!” alone is not as informative as “Earthquake!” coupled with your current location.

via: Mashable

MSNBC übernimmt @BreakingNews mit 1,4 Millionen Followern

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Mitte April hat sich CNN den Twitter-Account @cnnbrk mit knapp einer Million Followern unter den Nagel gerissen. Wie viel Dollar der Nachrichtensender dem bisherigen Besitzer James Cox dafür auf dessen Konto überwiesen hat, ist nicht bekannt. Es dürften jedenfalls nicht wenige gewesen sein. Nun wird ein weiterer Übernahme-Deal bekannt. Wie das US-Blog paidContent exklusiv berichtet, wird Konkurrent MSNBC zum ersten Dezember das Twitter-Profil von @BreakingNews mit 1,4 Millionen Followern übernehmen.

Finanzielle Details sind auch hier nicht bekannt. Fest steht aber, dass MSNBC in puncto Follower-Zahlen jetzt ziemlich gut aufgestellt ist. Demnach kommt der eigene Twitter-Account nämlich auf nur 40.000 Abonnenten. Fest stehen dürfte auch, was der Sender mit den 1,4 Millionen Followern vor hat: schön fleißig auf die eigenen Inhalte verlinken und die Besucherzahlen auf das MSNBC-Angebot in die Höhe treiben.

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Erst nicht, jetzt doch: Twitter steigt ins Werbegeschäft ein

23. November 2009 Michael Friedrichs 2 Kommentare

twitter-logoInteressante Neuigkeiten gibt es vom Micro-Blogging-Dienst Twitter. Wie COO Dick Costolo in einem Interview mit dem US-Blog TechCrunch verraten hat, will der 140-Zeichen-Dienst nun doch ins Werbegeschäft einsteigen. Einen konkreten Termin nannte Costolo nicht, aber es soll schon in Kürze losgehen. Allerdings will Twitter dabei auf klassische Methoden verzichten und neue Wege gehen. Details sind nicht bekannt, außer “dass die Werbung faszinierend sein soll und die Leute sie lieben werden”.

Den Weg für Werbung hat Twitter übrigens schon im September mit ein paar Änderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen freigemacht. Allerdings war damals die Rede davon, dass das Unternehmen selbst keinen Einstieg in das Werbegeschäft plane. Doch der Erfolg der Plattform, die Millionen-Dollar-Deals mit Microsoft, Facebook und Google im Oktober und die zu erwartenden – und vor allem lukrativen – Werbeeinnahmen haben bei den Betreibern wohl zu einem Umdenken geführt. Frei nach dem Motto: “Warum andere eine goldene Nase verdienen lassen, wenn wir selbst das Zeug dazu haben”.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Twitter-Ads aussehen werden. Reine 140-Zeichen-Botschaften wie bei Magpie werden es wohl nicht sein, da diese Werbeform in meinen Augen wenig faszinierend ist. Bleibt zu hoffen, dass es dann auch ein paar findige Programmierer gibt, die einen Ad-Blocker für Twitter entwickeln – insofern es solche Tools nicht schon gibt.

Unter Zugzwang: Google kooperiert jetzt ebenfalls mit Twitter

rt-google-twitter-deal
Bei Google muss es heute Abend kräftig Bing! gemacht haben, als die Microsoft-Crew vor wenigen Stunden auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco ihren Mega-Deal mit Twitter und Facebook publik machte. Und was tut ein führendes Unternehmen wie Google, um plötzlich nicht als Verlierer dazustehen? Eben, es springt noch schnell auf den losfahrenden Zug auf und verkündet mit stolz geschwellter Brust im hauseigenen Blog, dass man ebenfalls sämtliche Twitter-Kurznachrichten in Echtzeit in seine Suchmaschine integrieren werde.

Interessante Details, bis wann die Integration erfolgen soll, erfahren die Leser in dem Blogbeitrag jedoch nicht. Statt dessen philosophiert Goggle-Vizepräsidentin Marissa Mayer lieber darüber, wie sehr ihr Unternehmen als Betreiberin der tollsten Suchmaschine der Welt an die Vorzüge der Echtzeitsuche glaube und welche positiven Erfahrungen dies für die Nutzer bedeute. In diesem Punkt ist Microsoft schon einen Schritt weiter. Der Softwarekonzern hat die Twitter-Datenbank bereits in Bing! integriert und zur Benutzung freigeschaltet.