Dickes Gewinnplus bei Axel Springer dank Digitalgeschäft

Die Axel Springer AG hat im ersten Halbjahr 2011 den Umsatz um 11,8 Prozent und der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) um 10,5 Prozent gesteigert. Bei einem Konzernumsatz von 1,526 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,364 Milliarden Euro) betrug das Ebitda 288,7 Millionen Euro. Der um wesentliche, nicht operative Effekte bereinigte Konzernüberschuss legte um 14,9 Prozent auf 168,4 Millionen Euro zu (Vorjahr: 146,6 Mio Euro).

Soweit die Zahlen. Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist das starke Wachstum der digitalen Medien. Demnach trugen sie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 38,8 Prozent zum Konzern-Ebitda beziehungsweise 44 Prozent zum Konzernumsatz bei. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es noch 21,5 beziehungsweise 35,8 Prozent. Ebenfalls interessant. Die Axel Springer AG sei als Printunternehmen mit angeschlossenem Online-Geschäft zu sehen, hatte Vorstandschef Mathias Döpfner bisher immer betont. Dies habe sich nun geändert, was besonders im Bereich Werbung deutlich wird. So erlöste der Konzern im ersten Halbjahr 2011 nach eigenen Angaben mit Online-Werbung 357 Millionen Euro, mit klassischer Print-Werbung hingegen „nur“ noch 318 Millionen Euro – und 18,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2010.

03. August 2011 von Michael Friedrichs
Kategorien: Medien | Schlagwörter: , | 1 Kommentar