Erst nicht, jetzt doch: Twitter steigt ins Werbegeschäft ein

twitter-logoInteressante Neuigkeiten gibt es vom Micro-Blogging-Dienst Twitter. Wie COO Dick Costolo in einem Interview mit dem US-Blog TechCrunch verraten hat, will der 140-Zeichen-Dienst nun doch ins Werbegeschäft einsteigen. Einen konkreten Termin nannte Costolo nicht, aber es soll schon in Kürze losgehen. Allerdings will Twitter dabei auf klassische Methoden verzichten und neue Wege gehen. Details sind nicht bekannt, außer „dass die Werbung faszinierend sein soll und die Leute sie lieben werden“.

Den Weg für Werbung hat Twitter übrigens schon im September mit ein paar Änderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen freigemacht. Allerdings war damals die Rede davon, dass das Unternehmen selbst keinen Einstieg in das Werbegeschäft plane. Doch der Erfolg der Plattform, die Millionen-Dollar-Deals mit Microsoft, Facebook und Google im Oktober und die zu erwartenden – und vor allem lukrativen – Werbeeinnahmen haben bei den Betreibern wohl zu einem Umdenken geführt. Frei nach dem Motto: „Warum andere eine goldene Nase verdienen lassen, wenn wir selbst das Zeug dazu haben“.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Twitter-Ads aussehen werden. Reine 140-Zeichen-Botschaften wie bei Magpie werden es wohl nicht sein, da diese Werbeform in meinen Augen wenig faszinierend ist. Bleibt zu hoffen, dass es dann auch ein paar findige Programmierer gibt, die einen Ad-Blocker für Twitter entwickeln – insofern es solche Tools nicht schon gibt.

23. November 2009 von Michael Friedrichs
Kategorien: Internet, Twitter | Schlagwörter: , , , | 2 Kommentare

Kommentare (2)

  1. Na da bin ich ja mal sehr gespannt was uns da erwartet. Faszinierende Werbung wäre doch mal was. Meine Fantasie reicht augenblicklich allerdings nur aus um mir vorzustellen das alle paar Stunden/Minuten eine Werbegrafik in die Timeline eingeblendet wird. Warten wir mal ab was da kommt und wie die Twitter User reagieren werden.

    LG Piet

  2. Ein ähnliches Szenario habe ich mir auch vorgestellt. Vielleicht bieten die Werbeanzeigen ja einen gewissen Mehrwert für den Nutzer wie beispielsweise Rabatte (in Form eines Aktionscodes o.ä.) oder andere Vergünstigungen.