HDTV-Einspeisung: Kabel Deutschland fordert Kostenbeteiligung

Kabel Deutschland scheint sich derzeit bei einigen Kunden nicht gerade beliebt zu machen. Wie ich heute bei DWDL gelesen habe, gibt es bereits eine Online-Petition mit rund 2.500 Unterzeichnern, um das Unternehmen doch noch dazu zu bewegen, die HD-Testprogramme von ARD und ZDF (konkret geht es um „Das Erste HD“, „ZDF HD“ und „EinsFestival HD“) in sein Netz einzuspeisen. Während Kunden von Unity Media und Kabel BW die drei Sender ohne Probleme und kostenfrei empfangen können, stellt sich Kabel Deutschland quer, weil sich die öffentlich-rechtlichen Sender nicht an den Mehrkosten beteiligen wollen – und die Kunden, die sich auf das hochauflösende Fernsehvergnügen gefreut haben, schauen sprichwörtlich in die Röhre.

Inzwischen gibt es auch eine Stellungnahme des Unternehmens:

Das Argument der Sender, das HD-Signal ist kostenlos und Kabel Deutschland kann es ohne Probleme sofort einspeisen, ist scheinheilig. Dabei wird völlig außer acht gelassen, dass durch die Einspeisung der HD-Sender ins Kabelnetz Kosten entstehen. Deshalb können wir den Kabelkunden nur empfehlen, Druck auf die Sender auszuüben, damit diese nicht länger ihre Marktmacht zu Lasten der Kunden missbrauchen. Kabel Deutschland kann bei einer Kostenbeteiligung der Sender sofort mit der HD-Einspeisung beginnen.

ARD und ZDF sehen die Sache natürlich anders. Ihrer Meinung nach sind die Kosten für die HD-Einspeisung durch bestehende Verträge abgedeckt. Also wird hinter den Kulissen fleißig weiter verhandelt. Allerdings ist Eile geboten, denn die Ausstrahlung der Testprogramme endet am 6. Januar nächsten Jahres. Vom Tisch dürfte das Thema damit allerdings noch nicht sein, denn die nächsten HD-Programme stehen bereits in den Startlöchern.

29. Dezember 2009 von Michael Friedrichs
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