IOC stellt Social Media Guidelines für Sportler vor

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat im Vorfeld der nächsten Olympischen Spiele 2012 in London einen Leitfaden für Social Media, Blogging und Internet (PDF) vorgestellt. In dem vierseitigen Papier werden die Sportler und andere akkreditierte Personen regelrecht dazu aufgefordert, von dem Event und ihren Erfahrungen dort via Twitter, Facebook und Blog zu berichten. Allerdings unter Berücksichtigung bestimmter Regeln natürlich. Eine der wichtigsten Regeln ist, dass der erstellte Content nicht in einem kommerziellen Umfeld auftauchen und auch nicht vermarktet werden darf. Wie zum Beispiel Bilder, welche die Athleten während der Olympischen Spiele im Internet veröffentlichen. Zudem müssen die Inhalte „dem olympischen Geist“ entsprechen, dürfen nicht beleidigend oder verletzend sein und sollen möglichst in der Ich-Person formuliert sein. Verboten sind außerdem Werbebotschaften.

2. Postings, Blogs and Tweets
The IOC encourages participants and other accredited persons to post comments on social media platforms or websites and tweet during the Olympic Games, and it is entirely
acceptable for a participant or any other accredited person to do a personal posting, blog or tweet. However, any such postings, blogs or tweets should be in a first-person, diarytype format and should not be in the role of a journalist – i.e. they must not report on competition or comment on the activities of other participants or accredited persons, or disclose any information which is confidential or private in relation to any other person or organisation. A tweet is regarded in this respect as a short blog and the same guidelines are in effect, again, in first-person, diary-type format. Postings, blogs and tweets should at all times conform to the Olympic spirit and fundamental principles of Olympism as contained in the Olympic Charter, be dignified and in good taste, and not contain vulgar or obscene words or images.

Das IOC wird zudem die Social Media-Aktivitäten und die Online-Berichterstattung „überwachen“, um sicher zu stellen, dass die Regeln eingehalten werden. Auch werden Sportler und Akkreditierte dazu aufgerufen, Verstöße gegen dieses Regeln zu melden. Und da gibt es sicherlich einiges zu tun.

Was passiert zum Beispiel, wenn ein Sportler via Twitter Kritik äußert, sich über einen Schiedsrichter ärgert oder ein peinliches Foto eines IOC-Mitglieds auf einer Party auf Facebook veröffentlicht? Ein Problem dürften auch Bilder mit sich bringen, die mit TwitPic hochgeladen worden sind. Nach Änderung der AGB vor ein paar Wochen kann der Plattformanbieter jedes Bild entsprechend vermarkten – was den Social Media Guidelines des IOC widersprechen würde.

28. Juni 2011 von Michael Friedrichs
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