RTL-Bericht über Gamescom sorgt für Empörung

Die Gamescom ist zu Ende, die Stände der Aussteller sind abgebaut und die knapp 300.000 Besucher wieder zu Hause vor ihren Daddel-Rechnern und Spielkonsolen. In den Kölner Messehallen ist wieder ein wenig Ruhe eingekehrt, doch ein Thema erhitzt derzeit das Gemüter der Zockerwelt noch immer: Ein fünfeinhalb Minuten langer RTL EXPLOSIV-Bericht vom 19. August über das Spektakel am Rhein, insbesondere über die Messebesucher „im Computerspieler-Einheitslook wie dunklen Schlabberklamotten, die manchmal etwas schlecht riechen“. Und gegen diese Behauptung (auch wenn sie Einzelfällen sicherlich zutreffen mag) und weitere Thesen laufen die Gamer derzeit Sturm. Verständlicherweise.

Mittlerweile hat sich auch der verantwortliche TV-Redakteur zu Wort gemeldet und sich bei allen Beteiligten für sein „falsch verstandenen“ RTL-Beitrag entschuldigt, nachdem sich der Ärger unter anderem auch auf seiner Facebook-Seite breit gemacht hat.

„Über 100 Mails heute haben mir gezeigt, dass ich die Wirkung meines Beitrags zur Gamescom ganz falsch eingeschätzt habe. Der sollte lustig werden. Das ist mir gründlich misslungen. Ich wollte niemanden beleidigen oder verletzen. Dass das jetzt dennoch geschehen ist, tut mir sehr leid. Die anschließende Diskussion auf meiner privaten Facebook-Seite über den Beitrag und die Reaktionen darauf war hitzig. Meine Äußerungen dort waren unüberlegt. Auch dafür möchte ich mich entschuldigen.“

25. August 2011 von Michael Friedrichs
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1 Kommentar

  1. Das ist wirklich nicht spitzfindig gemeint, aber der Schlusssatz des Redakteurs entspricht genau der Sprache der RTL-PR.

    Man kann sich nicht entschuldigen – man kann um Entschuldigung bitten. Wer sich selbst entschuldigt, stellt sich über alle und sagt indirekt: so, hab ich gemacht, nun seid gefälligst nicht beleidigt, nächstes Thema.