Archiv

Artikel Tagged ‘App’

Keine nackte Haut mehr: Apple löscht über 5.000 Apps aus dem AppStore

Die Moralapostel und Sittenwächter im Apple AppStore schwingen derzeit den digitalen Besen. Großputz ist angesagt in diesen Tagen, denn der Online-Shop soll wieder schön sauber werden. Kein Schmutz mehr, keine Fäkalausdrücke mehr, keine nackte Haut mehr und erotische Literatur (und was dafür gehalten wird) erst recht nicht mehr. So will es jedenfalls Apple-Boss Steve Jobs und hat seinen AppStore-Aufpassern gleich ein paar neue Regeln diktiert. Ähnliche Regeln gab es schon, doch in der Vergangenheit wurden diese leider nicht konsequent genug befolgt. Von diesen peinlichen Fehlern hat Jobs jetzt anscheinend genug und zum Großreinemachen aufgerufen. Das erste Ergebnis der Säuberungsaktion: Rund 5.000 Apps wurden aus dem Angebot des AppStore gelöscht. Weitere Anwendungen dürften in den nächsten Tagen folgen.

Der US-Blogger Jon Atherton hat bei Apple nachgefragt. Hier sind die Antworten. Sein Kommentar dazu steht jeweils in Klammern dahinter.

1. No images of women in bikinis (Ice skating tights are not OK either)

2. No images of men in bikinis! (I didn’t ask about Ice Skating tights for men)

3. No skin (he seriously said this) (I asked if a Burqa was OK, and the Apple guy got angry)

4. No silhouettes that indicate that Wobble can be used for wobbling boobs (yes – I am serious, we have to remove the silhouette in this pic)

5. No sexual connotations or innuendo: boobs, babes, booty, sex – all banned

6. Nothing that can be sexually arousing!! (I doubt many people could get aroused with the pic above but those puritanical guys at Apple must get off on pretty mundane things to find Wobble “overtly sexual!)

7. No apps will be approved that in any way imply sexual content (not sure how Playboy is still in the store, but …)

Urheberrechtsklage: iMussolini wieder aus dem AppStore entfernt

Vor knapp einer Woche habe ich hier im Blog über iMussolini und seinen Siegeszug im italienischen AppStore berichtet. Das rund 106 Megabyte große iPhone-App kostete 79 Cent und enthielt mehr als 100 Reden des früheren Diktators Benito Mussolini – sowohl in Textform als auch in Bild und Ton. Der Protest war natürlich groß. Trotzdem wurde die App pro Tag rund 1.000 Mal heruntergeladen und ließ bei dem 25-jährigen Programmierer Luigi Marino ordentlich die Kassen klingeln. Sogar eine überarbeitete und doppelt so teure Version sollte auf den Markt kommen.

Seit gestern ist die App allerdings aus dem AppStore wieder verschwunden. Erste Vermutungen, dass Apple die umstrittene Anwendung auf Drängen der Kritiker entfernt haben soll, haben sich nicht bestätigt. Wie Luigi Marino jetzt mitteilte, habe er sich zu diesem Schritt entschlossen, weil ihm die staatliche Filmstiftung Cinecitta Luce, die die Rechte für die historischen Mussolini-Aufnahmen besitzt, mit einer Klage gedroht, da er widerrechtlich urheberrechtlich geschütztes Material für kommerzielle Zwecke verwende.

Allerdings schloss der Entwickler nicht aus, dass iMussolini wieder im AppStore angeboten werden könnte, wenn er sich mit der Filmstiftung über die Rechte geeignet habe.

3.000.000.000 Downloads im AppStore

Na, wenn das kein Zufall ist. Morgen beginnt die CES in Las Vergas, heute Abend stellt Google sein eigenes Android-Smartphone Nexus One vor und just diesen Moment hat Apple-Boss Steve Jobs genutzt, um stolz zu verkünden, dass die Anzahl der Downloads im AppStore die magische Grenze von drei Milliarden erreicht habe. Wer hier noch an einen Zufall glauben will, bitte. Ich gehe hier allerdings von einem knallharten Marketing-Schachzug. Zudem würde ich mich nicht wundern, wenn die Download-Grenze schon vor einer Woche geknackt worden wäre und man einfach auf den passenden Moment gewartet hätte.

Wie dem auch sei, der Apple-Chef ist super stolz auf seine Mannschaft, sein iPhone und überhaupt. “Drei Milliarden Apps haben die Nutzer in nur 18 Monaten heruntergeladen”, so Jobs. Das sei ein Erfolg, von dem anfangs niemand geträumt hätte. Etwas vergleichbares hätte er auch noch nicht gesehen. Für die lieben Konkurrenten hatte Steve übrigens auch noch ein paar warme Worte parat. Er sehe weit und breit keine ernsthafte Gefahr, diesen Wettstreit zu verlieren.

KategorienApple Tags: , , ,

Tagesschau-App: ARD-Chef versteht die ganze Aufregung nicht

29. Dezember 2009 Michael Friedrichs 1 Kommentar

Die Aufregung in der deutschen Verlagswelt ist groß, seit die ARD ein kostenloses Nachrichten-App für das Apple iPhone angekündigt hat. Der Axel Springer-Verlag schimpft, der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) protestiert ebenfalls, auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann meldet sich zu Wort und nun will auch der Bund der Steuerzahler zu der Diskussion etwas beitragen. Nur einer versteht die ganze Aufregung um die Tagesschau-App nicht. In einem Interview mit der Deutschen Nachrichtenagentur dpa hat jetzt der ARD-Chef Peter Boudgoust Stellung bezogen und sich entschieden gegen die Kritik gewehrt.

Der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung ist völlig unverständlich. Bereits seit Jahren sind im absoluten Einklang mit der Mediengesetzgebung die Inhalte von tagesschau.de auch auf Handys oder Smartphones mobil verfügbar. Warum dies nun mit einer simplen Software zur Wahrnehmung des Angebots von tagesschau.de auf dem iPhone nicht möglich sein soll, verstehe wer will. Außerdem hält die ARD die Regeln des entsprechenden Staatsvertrages vollständig ein.

Laut Boudgoust möchte die Sendeanstalt künftig verstärkt auf die neuen Hör- und Sehgewohnheiten junger Menschen eingehen. Radio und Fernsehen seien für junge Menschen nicht mehr die bevorzugten Geräte. Es habe sich alles auf Laptops und Handys verlagert, so der ARD-Vorsitzende. Dazu gehöre auch die Präsenz in den sozialen Netzwerken. Allerdings seien die wichtigsten Voraussetzungen dafür jeweils deren Seriosität sowie ein werbefreies Umfeld.

via: Kress

KategorienPolitik, Software Tags: , , ,

Dank GEZ-Gebühren: Tagesschau kommt als kostenloses iPhone-App

22. Dezember 2009 Michael Friedrichs 1 Kommentar

tagesschauIm ersten Quartal nächsten Jahres soll die Anwendung im AppStore zum Download zur Verfügung stehen. Das hat Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD aktuell, verraten. Im Gegensatz zu einigen Springer-Apps wie beispielsweise BILD im Apple-Shop wird der Nachrichten-Reader komplett kostenlos sein, da das Angebot der Tagesschau bereits von den Rundfunkgebühren finanziert sei.

Großen Wert will die ARD dabei auf seriöse Nachrichten gelegt werden. Für so genannte bunte Themen oder Sport werde es so gut wie kein Platz geben. “Es ist nicht unsere Aufgabe, ein Ranking der schönsten News-Lady zu präsentieren oder eine Tiger-Woods-Fotostrecke”, betont Gniffke. Man wolle sich weiter auf dem angestammten Korridor bewegen. Hier wolle man auch weiter Maßstäbe setzen.

Ob das Tagesschau-App genau erfolgreich wird wie das Internetauftritt, bleibt abzuwarten. Laut ARD haben im September 3,6 Millionen Menschen das Angebot von “Tagesschau 24” (diese 100-Sekunden-Sache) genutzt. Fast neun Millionen Menschen verfolgen die Nachrichten-Sendung um 20 Uhr vor ihren TV-Geräten.

UPDATE: Vor wenigen Minuten hat sich Edda Fels, Unternehmenssprecherin der Axel Springer AG, wegen der kostenlosen Tagesschau-App zu Wort gemeldet und per Pressemitteilung verkündet, dass ihr Arbeitgeber über die Pläne der ARD wenig begeistert sei. Aber lest selbst:

Wir haben die Ankündigung der ARD, ein kostenloses Applet der Tagesschau in Apples AppStore anzubieten, mit Befremden zur Kenntnis genommen. Wir gingen davon aus, dass die vorhandenen Gebühren schon nicht mehr zur Finanzierung des bestehenden Angebots ausreichen. Deshalb wundern wir uns, dass im Vorfeld der geplanten Gebührenumstellung das Angebot sogar erweitert werden soll.

Es gehört ganz sicher nicht zum Grundversorgungsauftrag öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten, kostenlose Applets auf dem iPhone zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich hierbei um eine nicht tolerierbare Marktverzerrung. Die privaten Verlage, darunter auch unser Haus, versuchen derzeit, Qualitätsjournalismus im Netz durch den Aufbau von Bezahlmodellen zu finanzieren mit dem Ziel, die Geschäftsgrundlage für Qualitätsjournalismus in der digitalen Zukunft zu sichern und auch dauerhaft Meinungsvielfalt zu gewährleisten. Die Folge der öffentlich-rechtlichen Kostenlos-Offensive wird sein, dass private Angebote langfristig kaum noch konkurrieren können und so Vielfalt reduziert wird.

Wir bitten Herrn Boudgoust und Herrn Marmor, freiwillig auf ein kostenloses Angebot zu verzichten.”

iPhone-Spiele von Gameloft wegen Thanksgiving günstiger

gameloftRund 300 Millionen Amerikaner feiern heute Thanksgiving – und Gameloft feiert mit. Davon können auch die deutschen mobilen Gamer profitieren, denn die Spieleschmiede bietet ab sofort bis einschließlich Sonntag ausgewählte iPhone-Titel im AppStore zum Sonderpreis von 0,79 Euro an.

Folgende Spiele gibt es billiger: Shrek Kart, Blades of Fury, Real Tennis 2009, Brothers in Arms: Hour of Heroes, Terminator Salvation, Castle of Magic und Hero of Sparta. Besonders den letzten Titel finde ich klasse. Leider sind aktuelle Top-Titel wie Die Siedler oder Asphalt 5 (habe den Vorgänger auf meinem iPhone) nicht reduziert worden.

via Stereopoly

KategorienApple, Gaming Tags: , , ,