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Unter Zugzwang: Google kooperiert jetzt ebenfalls mit Twitter

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Bei Google muss es heute Abend kräftig Bing! gemacht haben, als die Microsoft-Crew vor wenigen Stunden auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco ihren Mega-Deal mit Twitter und Facebook publik machte. Und was tut ein führendes Unternehmen wie Google, um plötzlich nicht als Verlierer dazustehen? Eben, es springt noch schnell auf den losfahrenden Zug auf und verkündet mit stolz geschwellter Brust im hauseigenen Blog, dass man ebenfalls sämtliche Twitter-Kurznachrichten in Echtzeit in seine Suchmaschine integrieren werde.

Interessante Details, bis wann die Integration erfolgen soll, erfahren die Leser in dem Blogbeitrag jedoch nicht. Statt dessen philosophiert Goggle-Vizepräsidentin Marissa Mayer lieber darüber, wie sehr ihr Unternehmen als Betreiberin der tollsten Suchmaschine der Welt an die Vorzüge der Echtzeitsuche glaube und welche positiven Erfahrungen dies für die Nutzer bedeute. In diesem Punkt ist Microsoft schon einen Schritt weiter. Der Softwarekonzern hat die Twitter-Datenbank bereits in Bing! integriert und zur Benutzung freigeschaltet.

Der Twitter-Microsoft-Facebook-Deal: Echtzeitsuche in Bing

bing_logoDas war definitiv DIE Überraschung des heutigen Abends. Microsoft hat auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco bekannt gegeben, dass das Unternehmen sowohl mit dem Micro-Blogging-Dienst Twitter als auch mit der Kontakte-Plattform Facebook eine Vereinbarung geschlossen hat, wonach Bing künftig die Echtzeit-Kurznachrichten der beiden Dienste übernehmen und für die Internetsuche aufbereiten werde. Wie das renommierte Wall Street Journal berichtet, werden allein über Facebook jeden Tag mehr als 40 Millionen Status-Updates verschickt. Ich gehe davon aus, dass die Anzahl der Kurznachrichten, die über Twitter täglich versendet werden, sicherlich deutlich höher sein wird. Nicht für die Bing-Suche indiziert werden übrigens Kurznachrichten von Nutzern mit privaten Profilen.

Kommen wir zum finanziellen Teil des Mega-Deals. Microsoft wird dafür sicherlich ordentlich in die Tasche gegriffen haben, um den Deal mit Twitter und Facebook über die Bühne bringen zu können. Zudem gehen Branchenkenner davon aus, dass der Softwareriese beiden Diensten Anteile an den Werbeeinnahmen aus dem Suchgeschäft zugesagt hat. Interessant dürfte auch dieser Punkt der Zusammenarbeit sein. So können sowohl Twitter als auch Facebook ihre Daten auch von anderen Suchmaschinen-Betreibern erfassen lassen. Eine Exklusiv-Vereinbarung mit Microsoft bestehe nicht, heißt es. Ob Google als Branchenprimus auf diesen Zug aufspringen wird, wird sich zeigen.Mit dabei ist auch Google. Der Internetriese hat mit Twitter ebenfalls einen Vertrag beschlossen und will in Kürze dessen Inhalte in Echtzeit indizieren.

Neugierig auf die Umsetzung? Kein Problem, geht einfach auf die Twitter-Bing-Seite und macht euch selbst ein Bild von dem Angebot. Die Integration der Facebook-Kurznachrichten ist übrigens noch nicht erfolgt. Soll aber in Kürze nachgereicht werden. Interessant ist auch, wie Bing die Ergebnisse der Suchanfragen ausgibt. Demnach kann sich der Nutzer entscheiden, ob er sich lieber die aktuellsten Suchergebnisse ansehen möchte oder die Tweets sortiert nach der höchsten Relevanz. Berücksichtigt werden hierfür beispielsweise die Anzahl der Retweets, die “Qualität” (keine Ahnung, was die damit meinen) der 140-Zeichen-Nachrichten sowie Hash-Tags und Schlüsselbegriffe.