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Artikel Tagged ‘Kritik’

Nachgefragt: GEZ-Chef Hans Buchholz über die neue Imagekampagne

Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) geht neue Wege. Seit Montag präsentiert sich die Kölner Einrichtung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht nur mit einem frischen Logo, sondern auch mit einer neuen Online-Plattform im Netz. Angesprochen werden insbesondere die jüngeren Internet-Nutzer, die im eigens eingerichteten Forum sowie in fünf Mitarbeiterblogs über die GEZ und die Rundfunkgebühren diskutieren können.

Offen, transparent und direkt soll die frisch gestartete Meinungsplattform sein – und genau so will sich auch die GEZ künftig sehen. Doch was eigentlich als mutiger Schritt in die Öffentlichkeit gedacht war, entpuppt sich auf den ersten Blick zu einem echten Desaster für die Marketing-Strategen – denn der Internetauftritt sorgt vor allem im Web 2.0 für reichlich Hohn, Spott und Gelächter. Besonders deutlich wird die Kritik wie erwartet auch im GEZ-Forum. Mehr als 900 Mitglieder haben sich dort bereits angemeldet und in knapp 2.000 Kommentaren ihren Unmut hinterlassen. Eine sachliche Diskussion suchen Gebührenzahler hier bislang allerdings vergeblich.

Für Focus Online habe ich Geschäftsführer Hans Buchholz um ein Interview gebeten.

Sehr geehrter Herr Buchholz, am Montag ist die GEZ mit einem neuen Online-Forum an den Start gegangen. Zielgruppe sind insbesondere junge und internetaffine Menschen, die häufig im Netz surfen, in sozialen Netzwerken unterwegs sind sowie in Foren und Blogs aktiv sind. Welche Erwartungen verbindet die GEZ mit diesem Projekt?

Wir wollten mit dem Forum den kritischen Austausch und die Diskussionen über die GEZ und die Rundfunkgebühren ermöglichen. Dies ist sicherlich ein neuer, aber wichtiger Schritt, um zu zeigen, dass die GEZ sich der öffentlichen Kritik stellt. Darüber hinaus möchten wir uns offen und transparent in den Mitarbeiter-Blogs und in dem Experten-Chat präsentieren.

Passend zum Start des Meinungsportals hat die GEZ auch ihr neues Unternehmenslogo eingeführt. War der alte Schriftzug noch deutlich kantiger und dunkelgrüner, erstrahlt das neue Logo nun in einem weichen und hellen Grünton. Zudem wurden die Ecken leicht abgerundet und der Schriftzug am Ende mit einem entschlossenen Punkt versehen. Wofür steht das neue Logo? Was hat der Punkt zu bedeuten?

Mit dem neuen Logo möchte sich das Unternehmen GEZ zukünftig als ein kundenfreundliches, modernes Dienstleistungsunternehmen positionieren und als solches am Markt operieren. Die Logo-Umstellung ist sozusagen der letzte Schritt in einer Reihe von Maßnahmen zur Modernisierung, die im Unternehmen bereits umgesetzt wurden. Diese sollen nun mit einem neuen Logo auch nach außen “erleb- und sichtbar” gemacht werden. Das neue Logo rundet den Veränderungsprozess zu einem modernen, serviceorientierten Unternehmen ab.
Durch das Zusatzelement “Punkt” signalisiert das Logo Selbstbewusstsein und Klarheit. Er verleiht dem Ganzen Stärke und Durchsetzungswillen (gesetzliche Gebührenpflicht), wirkt aber nicht abschreckend. Der Punkt soll als ein modernes grafisches Element dienen (dot.com).

Wie erwartet, gab es in zahlreichen Foren und Blogs teilweise heftige Kritik wegen Ihrer Kampagne. Die GEZ sei weder an einer offenen Diskussion interessiert, noch stelle sie sich der Kritik. Auch in Ihrem Online-Forum häufen sich die Kommentare diesbezüglich. Haben Sie mit dieser Menge an Kritik gerechnet und wie gehen Sie damit um?

Wir haben mit Kritik gerechnet und stellen uns dieser auch gerne. Wir freuen uns, dass das Forum so gut angenommen wird.

Wie die meisten anderen Foren wird Ihre Plattform auch von Moderatoren betreut, die unter anderem jeden Kommentare der Leser manuell freigeschalten. Etwas ungewöhnlich hingegen ist, dass Ihr Forum über Öffnungszeiten verfügt. Von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen acht und 22 Uhr können Leser mitdiskutieren. Außerhalb dieses Zeitraums, an Wochenenden und Feiertagen ist es nicht möglich, Einträge zu kommentieren – auch nicht als registrierter Nutzer. Widerspricht das nicht dem gängigen Foren-Verständnis, immer und überall kommentieren zu können?

Um das Internet-Forum möglichst authentisch zu organisieren, haben wir uns an auch weitgehend an unseren Geschäftszeiten orientiert beziehungsweise diese sogar noch um drei Stunden verlängert. Die Moderatoren sind übrigens alle Mitarbeiter der GEZ und keine externen Service-Kräfte.

Sie haben zum Start der Plattform angekündigt, den Rundfunkgebührenzahlern und Nutzern dieser Webseite Rede und Antwort zu stehen. Sei es im Forum, im Experten-Chat oder in den Mitarbeiter-Blogs. In Ihrem Forum gibt es derzeit schon rund 1.800 Beiträge in mehr als 500 Themen. Eine Reaktion eines GEZ-Mitarbeiters, der als solcher auch erkennbar ist, hat es bis dato aber nicht gegeben. Warum gibt es kein direktes Feedback auf die Beiträge?

Ich muss zugeben, die Menge der Einträge in den letzten drei Tagen hat uns auch etwas überrascht. Wir werden uns sukzessive in das Geschehen einschalten. Um dem großen Interesse gerecht zu werden und die Redaktion zu gewährleisten, sind wir momentan dabei, weitere Moderatoren für die Betreuung des Portals hinzuzuziehen.

Für hohe Erwartungen bei den Lesern haben auch die neuen Mitarbeiter-Blogs gesorgt. Derzeit sind es fünf Stück an der Zahl. Drei Blogs bieten allerdings noch keine Inhalte. Zudem fällt auf, dass alle Blogger weder mit dem Nachnamen genannt werden noch mit einem Foto im Blog auftauchen. Auch ihr konkreter Tätigkeitsbereich bei der GEZ wird nicht erwähnt. Das überrascht ein wenig, da die Autoren nach eigenem Bekunden großen Wert darauf legen, nicht nur einen Einblick hinter die Kulissen der GEZ zu geben, sondern auch offen und transparent mit den Nutzern kommunizieren zu wollen. Im Raum steht unter anderem der Vorwurf, dass Mitarbeiter einer PR-Agentur hier das Bloggen übernehmen würden. Stimmt das und warum bleiben die GEZ-Mitarbeiter weitgehend anonym?

Wir haben das Thema intern auch eingehend diskutiert, bevor wir mit dem Portal online gegangen sind. Sicherlich wäre es noch „transparenter“, wenn wir den vollen Namen und/oder ein Foto von den bloggenden Personen eingestellt hätten. Allerdings bin ich nun, nachdem es leider vermehrt beleidigende und diffamierende Einträge gegenüber den Bloggerinnen in unserem Forum gegeben hat, froh, dass wir uns dagegen entschieden haben. Denn wir möchten und müssen unsere Mitarbeiterinnen, die sich freiwillig dazu bereit erklärt haben, beim Online-Portal mitzumachen, vor solchen Anfeindungen oder noch Schlimmerem schützen. Ich kann Ihnen aber versichern, dass es sich bei allen Bloggern nur um Mitarbeiterinnen der GEZ handelt. Eventuell werden sich in nächster Zeit auch noch weitere Mitarbeiter als Blogger registrieren lassen.

Können Sie etwas zu den konkreten Kosten sowohl der Kampagne als auch des Online-Forums sagen?

Die Werbekampagne und das Online-Forum wurden aus dem der GEZ für ihre Aufgaben zur Verfügung stehenden Budget finanziert, das jährlich von den Aufsichtsgremien genehmigt wird.

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Handwerker stoppen neue Imagekampagne nach Protesten

Unter keinem guten Stern scheint der Start der neuen Imagekampagne des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks zu stehen. Die einstürzende Welt in dem TV-Spot erinnerte wohl die Zuschauer zu sehr an das Erdbeben-Drama in Haiti und liefen deshalb gegen den 140-Sekunden-Werbefilm namens “Was wäre die Welt ohne das Handwerk” Sturm.

Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung:

In der Darstellung wird niemand verletzt, nichts zerstört. Dennoch gab es gegenüber den Sendeanstalten auch Kritik von Zuschauern, die offensichtlich den Film unmittelbar mit Nachrichtenbildern aus dem Erdbebengebiet Haiti verbunden hatten. Wir haben daher bis auf weiteres die Ausstrahlung des Spots ausgesetzt. [...] Das Handwerk hat sich nach Naturkatastrophen immer in hohem Maß engagiert. In Erinnerung sind noch die Hilfsaktionen bei Donauhochwasser und Elbe-Flut oder beim Tsunami in Südostasien. Und auch jetzt sind schon viele Handwerker wieder in Haiti unterwegs und bringen den Menschen dort Hilfe.

Irgendwie erinnert mich das Fall an eine ähnliche Geschichte vor ein paar Jahren. Damals wurde unter anderem das Juli-Lied “Die perfekte Welle” von vielen Radio-Sendern wegen der schlimmen Flutkatastrophe vorübergehend von den Playlisten genommen. Auch hier gab es zahlreiche Proteste von den Zuhörern, die den Song mit den Ereignissen in Asien in Verbindung gebracht haben. Zugegeben, schon damals habe ich auf die in meinen Augen übertriebene Reaktion der Radio-Sender mit ein wenig Kopfschütteln reagiert. Ähnlich geht es mir bei dem Werbefilm der Handwerker. Die Idee finde ich klasse, die Umsetzung ebenfalls und die Botschaft an den Zuschauer ist eindeutig. Was wäre die Welt ohne Handwerk? Eben, sie wäre vielleicht noch in der Steinzeit ;-)

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Wikipedia: “99 Prozent aller Deutschen sind irrelevant”

Wikipedia-logoUnd wir werden es wahrscheinlich auch immer bleiben – wenn es nach den Relevanzkriterien der deutschen Wikipedia geht. Damit es auch der letzte Analphabet versteht, haben die Wiki-Schreiber zur Illustration ein hürdenspringendes Kaninchen ausgesucht und dem Bild einen passenden Untertitel verpasst: “Für über 99 Prozent der Bevölkerung unüberwindbar: Die Relevanzhürde.”

Warum ich das Thema hier aufgreife? Weil ich auf Aggregat7 einen ziemlich interessanten Beitrag über den Zustand der Wikipedia gelesen habe und ihn euch gerne weiterempfehlen möchte. Und weil ich ab heute das Angebot der Wikipedia als nicht mehr relevant einstufen werde.

Apropos Hürde: Es gibt auch eine für Journalisten.

Relevant sind Journalisten, wenn sie
* Chefredakteur einer relevanten Zeitung oder Zeitschrift oder der Chefredakteur eines relevanten Rundfunksenders sind,
* leitende Redakteure bzw. Ressortchefs von großen überregionalen Zeitungen oder Zeitschriften bzw. Rundfunksendern in „klassischen“ Ressorts wie Politik (ggf.: Außen- bzw. Innenpolitik), Wirtschaft, Sport, Kultur bzw. Feuilleton (falls eigenes Ressort auch: Literatur) sind,
* Träger eines bedeutenden Journalistenpreises sind oder
* mindestens einen relevanten Skandal aufgedeckt haben (z. B. Alfred Worm).

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Erst Applaus, dann Kritik : 245.000 Besucher auf der Gamescom

gamescom-logoDie Spiele sind beendet und so langsam kehrt wieder Ruhe ein auf dem Kölner Messegelände. Zeit also, um eine kurze Bilanz zu ziehen. Vor ein paar Stunden haben sich bereits die Veranstalter der Gamescom zu Wort gemeldet. “Die Premiere der neuen Leitmesse für interaktive Unterhaltung und Spiele war ein voller Erfolg”, heißt es in dem offiziellen Abschlussbericht. In den vergangenen fünf Tagen seien 245.000 Besucher (davon 17.000 Fachbesucher) auf das Messegelände gekommen, um Spieleneuheiten von 458 ausstellenden Unternehmen aus 31 Ländern zu erleben und auszuprobieren. Damit sei die Gamescom auf Anhieb die größte Spielemesse der Welt geworden.

Entsprechend gut lesen sich auch die Ergebnisse der Aussteller- und Fachbesucherbefragungen. Demnach haben 95 Prozent aller Aussteller die hohe Besucherqualität gelobt. 92 Prozent aller Fachbesucher haben den Besucher der Gamescom ebenfalls als Erfolg gewertet. Wiederum 90 Prozent haben erklärt, im kommenden Jahr (vom 18. bis 22. August 2010) wieder nach Köln zu kommen. Auch zahlreiche Aussteller hätten bereits ihre erneute Teilnahme signalisiert.

Soweit das überaus positive Fazit der Veranstalter. Und mir bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als den Gamescom-Machern zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Da ich den Messerummel aber einige Tage selbst miterlebt und mich vor Ort auch mit vielen Leuten unterhalten habe, möchte ich an dieser Stelle mein persönliches Resümee ziehen – und das liest sich leider nicht so positiv wie die offiziellen Schlussworte der Veranstalter:

Kritikpunkt 1: Das schwache Opening-Event
Groß angekündigt als hollywoodreife Gamescom-Eröffnung am Dienstagmorgen entpuppte sich der symbolische Auftakt der Gamescom aus meiner Sicht als totaler Flop. Medien aus Print, Funk und Fernsehen waren zwar reichlich vor Ort, um über einen langweiligen Aufmarsch von ein paar imperialen Soldaten aus dem Star Wars-Universum und einer superlauten Jetpack-Stormtropper-Landung mit anschließender Laserschwert-Übergabe (quasi der Hausschlüssel zum Messegelände) zu berichten, aber unter spektakulär und hollywoodreif stelle ich mir etwas anderes vor. Zumal es in der Welt der Computer- und Videospiele noch andere (familienfreundlichere) Figuren gibt, die die Leute in ihren Bann ziehen können.

Kritikpunkt 2: Wenig echte Neuheiten
Nach Angaben der Veranstalter gab es auf der Gamescom über 150 Spiele-Premieren (in der letzten Pressemitteilung waren es plötzlich nur noch 100 an der Zahl) zu bewundern. Die meisten Neuheiten waren für viele Gamer allerdings schon ein alter Hut, wurden sie auf der E3 in den USA bereits vorgestellt. Echte Neuheiten habe ich in den Hallen so gut wie vergeblich gesucht. Microsofts Sensor-Bewegungssteuerung Natal zum Beispiel wurde nur hinter verschlossenen Türen und handverlesenen Fachbesuchern gezeigt. Schade, dass die Xbox 360-Entwickler den Kollegen von Sony mit ihrer Playstation 3 Slim damit nicht die Show gestohlen haben. Auch Blizzard hätte mit der Ankündigung des dritten WoW-Addons auf der Gamescom viel mehr Applaus mit nach Hause nehmen können. Für das nächste Jahr wünsche ich mir jedenfalls mehr echte Neuheiten. Als neue größte Spielemesse der Welt sollte dies doch zu machen sein, oder?

Kritikpunkt 3: Zu wenige familienfreundliche Spiele für Kinder
Diablo, Call of Duty, Battlefield, Bioshock und Assassin’s Creed sind sicherlich gute Spiele, aber leider nicht für Kinder geeignet. Aber wo waren die Games, die sich speziell an Zielgruppe Kinder richten? Viele Titel habe ich bei meinem Rundgang durch die Hallen leider nicht gefunden. So ähnlich erging es auch einem Freund von mir, der mit seinem Sohn und den drei Nachbarkindern (alle zwischen zehn und 13 Jahren) extra auf die Gamescom nach Köln gefahren ist. “Warum kann ich hier so wenig Probespielen?”, war nur eine Fragen der Kinder. Klar, in die 18-er Bereich gab es kein Zutritt. Auch an den Eingängen zu den Bereichen ab 16 Jahren ging es nicht weiter. Und als wäre das nicht genug, hieß es auch bei einigen Spielen ab 12 Jahre, tut uns leider, aber das Spiel ist noch nichts für dich. Die Auswahl war jedenfalls nicht gerade groß. Nach ein paar Stunden war der freudig erwartete Gamescom-Besuch leider schon zu Ende und Frust (Anreise, Eintritt, Spieleangebot, …) machte sich auf den Gesichtern breit. Immerhin hatten sie ein paar T-Shirts und andere Fan-Devotionalien ergattert – allerdings von Spielen, die nicht ihrer Altersfreigabe entsprachen. In puncto Familientauglichkeit müssen sich die Veranstalter noch etwas mehr einfallen lassen, um beim nächsten Mal auch diese wichtige Zielgruppe besser zu erreichen.

Thema Besucherzahlen:
245.000 Menschen (davon 17.000 Fachbesucher und 4.000 Medienvertreter) haben nach offiziellen Angaben die Gamescom besucht. 100.000 Leute (super Wetter!) waren beim Gamescom-Festival (außerhalb des Messegeländes) dabei. Die Zahlen hören sich nicht schlecht an, insbesondere deshalb, weil die Leipziger Messe mit der Games Convention im vergangenen Jahr nur knapp die 200.000er Marke geknackt hat. Meiner Meinung haben die Gamescom-Macher einfach nur Glück gehabt. Der Kartenvorverkauf lief meinen Informationen zu Folge nicht gerade erfolgreich, die Deutsche Bahn sagte aufgrund mangelnder Nachfrage zwei Sonderzüge ab und das Eröffnungskonzert mit den Toten Hosen wurde kurzerhand vom RheinEnergieStadion (50.000 Sitzplätze) in den Tanzbrunnen (12.500 Plätze) verlegt, um nicht vor leeren Reihen spielen zu müssen. Während der Fachbesucher- und Medientag am Mittwoch und der erste Publikumstag am Donnerstag noch in geordnete Bahnen verlief (es war noch viel Platz in den Messehallen), änderte sich am Wochenende das Bild fast schlagartig. Gerüchten zufolge kamen allein Samstag und Sonntag über 140.000 Besucher. Die Folgen: Hallen mussten vorübergehend wegen Überfüllung geschlossen werden und extreme Wartezeiten vor den Top-Spielen. Beispiel “Diablo 3″: vier Stunden Schlange stehen, um 15 Minuten probespielen zu können.

Doch zurück zu den Besucherzahlen: die restlichen 105.000 Messegäste hätten sich demnach auf die drei ersten Gamescom-Tage verteilt. Warum in dieser Zeit vergleichsweise relativ wenig Besucher auf das Messegelände gekommen sind, liegt vielleicht darin gegründet, dass in Nordrhein-Westfalen (Stichwort Einzugsgebiet) am Montag die Schule wieder begonnen hat. Die nächste Gamescom findet 2010 übrigens während der Sommerferien in NRW statt. Ob es den Veranstaltern dann gelingt, die nächste Hürde von 250.000 plus X Besucher zu knacken, wird sich zeigen.

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