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Nachgefragt: GEZ-Chef Hans Buchholz über die neue Imagekampagne

Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) geht neue Wege. Seit Montag präsentiert sich die Kölner Einrichtung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht nur mit einem frischen Logo, sondern auch mit einer neuen Online-Plattform im Netz. Angesprochen werden insbesondere die jüngeren Internet-Nutzer, die im eigens eingerichteten Forum sowie in fünf Mitarbeiterblogs über die GEZ und die Rundfunkgebühren diskutieren können.

Offen, transparent und direkt soll die frisch gestartete Meinungsplattform sein – und genau so will sich auch die GEZ künftig sehen. Doch was eigentlich als mutiger Schritt in die Öffentlichkeit gedacht war, entpuppt sich auf den ersten Blick zu einem echten Desaster für die Marketing-Strategen – denn der Internetauftritt sorgt vor allem im Web 2.0 für reichlich Hohn, Spott und Gelächter. Besonders deutlich wird die Kritik wie erwartet auch im GEZ-Forum. Mehr als 900 Mitglieder haben sich dort bereits angemeldet und in knapp 2.000 Kommentaren ihren Unmut hinterlassen. Eine sachliche Diskussion suchen Gebührenzahler hier bislang allerdings vergeblich.

Für Focus Online habe ich Geschäftsführer Hans Buchholz um ein Interview gebeten.

Sehr geehrter Herr Buchholz, am Montag ist die GEZ mit einem neuen Online-Forum an den Start gegangen. Zielgruppe sind insbesondere junge und internetaffine Menschen, die häufig im Netz surfen, in sozialen Netzwerken unterwegs sind sowie in Foren und Blogs aktiv sind. Welche Erwartungen verbindet die GEZ mit diesem Projekt?

Wir wollten mit dem Forum den kritischen Austausch und die Diskussionen über die GEZ und die Rundfunkgebühren ermöglichen. Dies ist sicherlich ein neuer, aber wichtiger Schritt, um zu zeigen, dass die GEZ sich der öffentlichen Kritik stellt. Darüber hinaus möchten wir uns offen und transparent in den Mitarbeiter-Blogs und in dem Experten-Chat präsentieren.

Passend zum Start des Meinungsportals hat die GEZ auch ihr neues Unternehmenslogo eingeführt. War der alte Schriftzug noch deutlich kantiger und dunkelgrüner, erstrahlt das neue Logo nun in einem weichen und hellen Grünton. Zudem wurden die Ecken leicht abgerundet und der Schriftzug am Ende mit einem entschlossenen Punkt versehen. Wofür steht das neue Logo? Was hat der Punkt zu bedeuten?

Mit dem neuen Logo möchte sich das Unternehmen GEZ zukünftig als ein kundenfreundliches, modernes Dienstleistungsunternehmen positionieren und als solches am Markt operieren. Die Logo-Umstellung ist sozusagen der letzte Schritt in einer Reihe von Maßnahmen zur Modernisierung, die im Unternehmen bereits umgesetzt wurden. Diese sollen nun mit einem neuen Logo auch nach außen “erleb- und sichtbar” gemacht werden. Das neue Logo rundet den Veränderungsprozess zu einem modernen, serviceorientierten Unternehmen ab.
Durch das Zusatzelement “Punkt” signalisiert das Logo Selbstbewusstsein und Klarheit. Er verleiht dem Ganzen Stärke und Durchsetzungswillen (gesetzliche Gebührenpflicht), wirkt aber nicht abschreckend. Der Punkt soll als ein modernes grafisches Element dienen (dot.com).

Wie erwartet, gab es in zahlreichen Foren und Blogs teilweise heftige Kritik wegen Ihrer Kampagne. Die GEZ sei weder an einer offenen Diskussion interessiert, noch stelle sie sich der Kritik. Auch in Ihrem Online-Forum häufen sich die Kommentare diesbezüglich. Haben Sie mit dieser Menge an Kritik gerechnet und wie gehen Sie damit um?

Wir haben mit Kritik gerechnet und stellen uns dieser auch gerne. Wir freuen uns, dass das Forum so gut angenommen wird.

Wie die meisten anderen Foren wird Ihre Plattform auch von Moderatoren betreut, die unter anderem jeden Kommentare der Leser manuell freigeschalten. Etwas ungewöhnlich hingegen ist, dass Ihr Forum über Öffnungszeiten verfügt. Von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen acht und 22 Uhr können Leser mitdiskutieren. Außerhalb dieses Zeitraums, an Wochenenden und Feiertagen ist es nicht möglich, Einträge zu kommentieren – auch nicht als registrierter Nutzer. Widerspricht das nicht dem gängigen Foren-Verständnis, immer und überall kommentieren zu können?

Um das Internet-Forum möglichst authentisch zu organisieren, haben wir uns an auch weitgehend an unseren Geschäftszeiten orientiert beziehungsweise diese sogar noch um drei Stunden verlängert. Die Moderatoren sind übrigens alle Mitarbeiter der GEZ und keine externen Service-Kräfte.

Sie haben zum Start der Plattform angekündigt, den Rundfunkgebührenzahlern und Nutzern dieser Webseite Rede und Antwort zu stehen. Sei es im Forum, im Experten-Chat oder in den Mitarbeiter-Blogs. In Ihrem Forum gibt es derzeit schon rund 1.800 Beiträge in mehr als 500 Themen. Eine Reaktion eines GEZ-Mitarbeiters, der als solcher auch erkennbar ist, hat es bis dato aber nicht gegeben. Warum gibt es kein direktes Feedback auf die Beiträge?

Ich muss zugeben, die Menge der Einträge in den letzten drei Tagen hat uns auch etwas überrascht. Wir werden uns sukzessive in das Geschehen einschalten. Um dem großen Interesse gerecht zu werden und die Redaktion zu gewährleisten, sind wir momentan dabei, weitere Moderatoren für die Betreuung des Portals hinzuzuziehen.

Für hohe Erwartungen bei den Lesern haben auch die neuen Mitarbeiter-Blogs gesorgt. Derzeit sind es fünf Stück an der Zahl. Drei Blogs bieten allerdings noch keine Inhalte. Zudem fällt auf, dass alle Blogger weder mit dem Nachnamen genannt werden noch mit einem Foto im Blog auftauchen. Auch ihr konkreter Tätigkeitsbereich bei der GEZ wird nicht erwähnt. Das überrascht ein wenig, da die Autoren nach eigenem Bekunden großen Wert darauf legen, nicht nur einen Einblick hinter die Kulissen der GEZ zu geben, sondern auch offen und transparent mit den Nutzern kommunizieren zu wollen. Im Raum steht unter anderem der Vorwurf, dass Mitarbeiter einer PR-Agentur hier das Bloggen übernehmen würden. Stimmt das und warum bleiben die GEZ-Mitarbeiter weitgehend anonym?

Wir haben das Thema intern auch eingehend diskutiert, bevor wir mit dem Portal online gegangen sind. Sicherlich wäre es noch „transparenter“, wenn wir den vollen Namen und/oder ein Foto von den bloggenden Personen eingestellt hätten. Allerdings bin ich nun, nachdem es leider vermehrt beleidigende und diffamierende Einträge gegenüber den Bloggerinnen in unserem Forum gegeben hat, froh, dass wir uns dagegen entschieden haben. Denn wir möchten und müssen unsere Mitarbeiterinnen, die sich freiwillig dazu bereit erklärt haben, beim Online-Portal mitzumachen, vor solchen Anfeindungen oder noch Schlimmerem schützen. Ich kann Ihnen aber versichern, dass es sich bei allen Bloggern nur um Mitarbeiterinnen der GEZ handelt. Eventuell werden sich in nächster Zeit auch noch weitere Mitarbeiter als Blogger registrieren lassen.

Können Sie etwas zu den konkreten Kosten sowohl der Kampagne als auch des Online-Forums sagen?

Die Werbekampagne und das Online-Forum wurden aus dem der GEZ für ihre Aufgaben zur Verfügung stehenden Budget finanziert, das jährlich von den Aufsichtsgremien genehmigt wird.

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Nachgefragt: Marcell D’Avis, Leiter Kundenzufriedenheit bei 1&1

Marcell D’Avis und seine E-Mail-Adresse dürfte mittlerweile die gesamte fernsehschauende Bundesrepublik kennen – und ja, es gibt ihn wirklich. Er ist kein Schauspieler und er heißt wirklich so.

Aber zurück zum Thema: Der neue Leiter für Kundenzufriedenheit bei 1&1 macht seit dem ersten Weihnachtsfeiertag im Rahmen einer groß angelegten Imagekampagne offensiv Werbung für den Internetprovider aus Montabaur. Er kündigt Verbesserungen im Service an, stellt im Unternehmensblog ein paar Tage später gleich die ersten Maßnahmen vor und stellt sich insbesondere der Kritik von unzufriedenen Kunden, die von der Werbeaktion des Internetproviders erst einmal alles andere als begeistert waren, wie in zahlreichen Blogs und Internetforen zu lesen ist.

Doch die Kampagne zeigt offenbar Wirkung. Nach Angaben von 1&1 bekam Marcell D’Avis in den ersten Tagen nach der ersten Ausstrahlung des Werbespots zwischen 3.000 und 5.000 E-Mails pro Tag, wobei allerdings nur jede fünfte Nachricht ein konkretes Anliegen eines Kunden beinhaltete. Der Rest bestand aus Spam (die große Masse jedenfalls) und ein paar wüsten Beschimpfungen, aber auch Einladungen zum Essen und Heiratsanträge waren dabei. Auch ich habe dem guten Mann, der übrigens seit ein paar Jahren glücklich verheiratet ist, zwei Kinder hat und im Westerwald lebt, im Auftrag von teltarif.de eine E-Mail geschickt und ihn um ein Interview gebeten.

Sehr geehrter Herr D‘Avis, seit Weihnachten sind Sie bei 1&1 der neue Leiter für Kundenzufriedenheit. Ihre Person ist Bestandteil einer groß angelegten Marketing-Kampagne. In TV-Spots, in Werbe-Flyern und im Corporate-Blog Ihres Arbeitgebers werden Sie als der neue Ansprechpartner präsentiert, der sich künftig persönlich um die Belange von rund 3,5 Millionen 1&1-Kunden kümmern will. Die Erwartungen an Ihre Person dürften entsprechend hoch sein. Welche Ziele haben Sie sich gesteckt und welchen Zeitrahmen haben Sie sich dafür vorgenommen?

Wir beschäftigen uns mit dem Thema Kundenzufriedenheit nicht erst seit Start unseres Werbespots. Das ganze Unternehmen, vom Management bis hin zum Hotline-Mitarbeiter, steht dahinter und arbeitet in allen Bereichen daran. So hatten wir beispielsweise schon im letzten Jahr eine groß angelegte interne Qualitäts-Offensive, in der sich alle Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen auf das gemeinsame Ziel “Kundenzufriedenheit” verpflichtet haben. Weiterhin hat 1&1 allein für dieses Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag für das Thema Service & Qualität eingeplant, woran man ebenfalls den Stellenwert für das Unternehmen ablesen kann. Ich würde also weniger von meinen persönlichen Zielen, sondern eher von den Zielen des Unternehmens sprechen wollen. Und die liegen klar auf der Hand: Wir sind zufrieden, wenn unsere Kunden es auch sind. Einige Maßnahmen dazu haben wir in diesem Jahr ja schon in die Tat umgesetzt, wie beispielsweise die aus dem 1&1 Netz kostenfreie Hotline für alle. Weitere werden folgen. Einen Zeitrahmen sehe ich dabei nicht, denn Kundenzufriedenheit soll ja kein Projekt sein, das wir jetzt durchziehen und das irgendwann beendet ist – sondern Kundenzufriedenheit soll die Zukunft sein! Und solange es etwas daran zu tun gibt, tun wir es!

Bereits auf der CeBIT im März letzten Jahres hat 1&1 eine breite Service-Offensive zur Verbesserung des Kundenservices gestartet und angekündigt, unter anderem sogenannte Kompetenz- und Expertenteams zu bilden, um Kunden bei Problemfällen – beispielsweise mit ihrem DSL-Anschluss – schnell und individuell zu helfen. Knapp zehn Monate später präsentiert Sie 1&1 als neuen Leiter für Kundenzufriedenheit. Sind Sie Teil dieser Service-Offensive?

Das kann man schon so sehen. Ich war ja von Anfang an in alle Planungen und Überlegungen involviert und habe selber einiges davon vorgeschlagen oder angestoßen.

Um welche Fälle kümmert sich Ihr Team und was unterscheidet die Bearbeitung dieser Fälle von den bisherigen Customer Support-Anfragen? Gibt es diese Abteilung überhaupt noch? Wie viele Mitarbeiter gehören Ihrem Kundenzufriedenheits-Team an?

Ich kümmere mich mit meinem Team tatsächlich um den großen Bereich Kundenzufriedenheit, genau wie es mein Titel aussagt. Dazu gehören selbstverständlich Customer-Care-Themen, aber auch genauso Prozessverbesserungen oder Produktinnovationen, die andere Bereiche des Unternehmens betreffen. Man könnte auch sagen: Ich interessiere mich einfach für alles, was sich unsere Kunden wünschen und woran sie sich stören.

Mein Team besteht aus derzeit 30 Mitarbeitern, alles erfahrene und sehr kompetente Mitarbeiter, die aus den verschiedensten Bereichen stammen, so dass wir hier vielfältiges Wissen vereinen und unseren Kunden rundrum weiterhelfen können, egal worum es geht. Der Bereich “Customer Care” besteht selbstverständlich weiterhin und ist mit weit über 2000 Mitarbeitern in rund 50 Abteilungen der mit Abstand größte Bereich bei 1&1.

Eine aktuelle Accenture-Studie belegt, dass in den vergangenen Jahren rund zwei Drittel aller deutschen Verbraucher wegen mangelhafter Servicequalität ihrem bisherigen Anbieter den Rücken zugekehrt haben und zu einem konkurrierenden Unternehmen gewechselt sind. Insbesondere die langen Wartezeiten in den Telefon-Hotlines, schlecht geschulte Support-Mitarbeiter und weniger erfreuliche Betreuung von Bestandskunden waren für vielen Kunden ausschlaggebend für einen Anbieterwechsel. Was ist aus Ihrer persönlichen Sicht bzw. Ihrer Erfahrung nach in der Vergangenheit beim Customer Support von 1&1 nicht so gut gelaufen?

Sie zitieren eine Studie, die deutlich macht: Nicht speziell 1&1, sondern alle DSL-Anbieter gelten seit geraumer Zeit als „Service-Wüsten“. Das ist natürlich kein Zufall, sondern gründet in mehreren Fakten, von denen ich hier nur einige nennen will: DSL-Anschlüsse bzw. Komplett-Pakete, über die ja auch die Telefonie läuft, basieren auf technischen Voraussetzungen, die nicht in der Hand der Anbieter liegen, sondern letztendlich von den Bedingungen am jeweiligen Hausanschluss abhängen. Hinzu kommen Abhängigkeiten von der Koordinierungsfunktion der Telekom für alle Anbieter bezüglich Schaltungs- und Techniker-Terminen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Diese Dinge sind natürlich nur schwer zu verstehen und daher dem Kunden oftmals auch nur schwer vermittelbar.

Das erste Maßnahmenpaket für mehr Kundenzufriedenheit haben Sie Anfang Januar bereits in die Wege geleitet. Von wem kommen die vorgeschlagenen Änderungen und welche Rolle spielt dabei die Kritik von Kunden?

Kundenkritik bzw. Kundenwünsche spielen definitiv die zentrale Rolle für uns, wenn es darum geht, Maßnahmenpakete zu schnüren. Wir hören ganz genau hin, was unsere Kunden sagen und schreiben und analysieren und werten das professionell aus. Daher kam es auch zu genau den drei Maßnahmen Anfang Januar: Hotline-Kosten, Tarifwechsel für Bestandskunden und schnellere Entstörung sind einfach die meistgeäußerten Wünsche.

Erfahrungsgemäß sind die Wunschzettel mit Verbesserungsvorschlägen von Kunden nicht gerade kurz. Weniger Wartezeiten beim Telefon-Support, geringere Service-Gebühren für Vertragsänderungen oder die Abschaffung der kleingedruckten Sternchentexte unter den Angeboten wären in den Augen vieler 1&1-Kunden sinnvolle Maßnahmen, die sicherlich zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit beitragen würden. Wie sieht Ihr Wunschzettel derzeit aus bzw. auch welche weiteren Verbesserungen dürfen sich Ihre Kunden demnächst freuen.

Auf viele gute weiter Verbesserungen ;-) Mehr kann ich dazu heute noch nicht sagen, aber Sie werden es ja bald sehen.

Vielen Dank für das Interview.

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Nachgefragt: Das sagt Apple zum “Mein Kampf”-eBook im AppStore

meinkampf-appstore-miluchaDas Adolf Hitler-Buch “Mein Kampf” hat am Wochenende wieder einmal für jede Menge Aufregung gesorgt. Ein mexikanischer Entwickler hatte eine spanische Übersetzung des umstrittenen Werkes als E-Book nebst Hakenkreuz-Icon im AppStore für 1,59 Euro (später dann für 10,99 Euro) zum Download angeboten. Besonders lebhaft wurde die Frage diskutiert, wie Apple das Hitler-E-Book trotz geltender Zulassungskriterien und abschließender händischer Kontrolle durch einen Apple-Mitarbeiter für den AppStore freigeben konnte. Ich habe die Geschichte am Wochenende für Focus Online recherchiert, hatte allerdings wenig Glück, für meine Geschichte ein offizielles Statement des deutschen Pressesprechers zu bekommen.

Auf diese Fragen hätte ich gerne eine Antwort erhalten:

- Warum ist das App bei der Kontrolle nicht aufgefallen?
- Warum hat es vier Tage gedauert, bis die App wieder entfernt wurde?
- Welche (auch personelle) Konsequenzen zieht Apple aus der Vorfall?
- Welche (rechtlichen) Konsequenzen hat der Entwickler des Apps zu befürchten?
- Wie kann Apple sicher stellen, dass die Kontrolle künftig zuverlässiger funktioniert?

Am Sonntagabend, als das Thema quasi gelaufen war und das App nach vier Tagen aus dem AppStore entfernt worden ist, hat sich ein Sprecher per Mail bei mir gemeldet. Hier seine Antwort:

Die App wurde natürlich von uns aus dem App Store genommen.

Kein Wort der Entschuldigung, kein Erklärungsversuch, lediglich eine Aussage mit einem “hohen” Nachrichtenwert. Ein wenig verwundert über die knappe Antwort habe ich deshalb bei dem Unternehmenssprecher noch einmal nachgefragt, ob es zu dem Vorfall noch eine ergänzendes Statement gebe und ob das Thema für Apple mit der Entfernung des Apps erledigt sei. Am nächsten Vormittag erhielt ich dann diese Antwort:

Auch wenn das Statement kurz ist, mehr gibt es von unserer Seite dazu nicht.

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Nachgefragt: Das sagt united-domains zur Vergabe der neuen Domains

logo_udHeute Morgen war es soweit. Pünktlich um neun Uhr gab die Denic das in den vergangenen Tagen viel diskutierte Registrierungsverfahren für ein- und zweistellige Domains sowie für Internetadressen mit ausschließlich Ziffern und Kfz-Kennzeichen, frei. Das Interesse war riesig – vor allem Unternehmen und windige Geschäftemacher witterten das große Geschäft. Privatkunden blieben bei der Vergabe der neuen Internetadressen leider auf der Strecke.

Ich habe bei einigen großen Webhosting-Anbietern – in diesem Fall bei united-domains-Gründer Florian Huber – einmal nachgefragt, was sie von der ganze Geschichte so halten.

Wie konnte ein Kunde bei Ihnen die neuen Domains vorbestellen? Bis wann war das möglich und welche Kosten kamen auf ihn zu? Entstanden auch Kosten, falls der Zuschlag für die gewünschte Domain nicht erfolgt ist?

Grundsätzlich ist es so, dass united-domains bei der Einführung neuer TLDs oder wie im Fall der .de-Kurzdomains nach Möglichkeit Vormerkungen annimmt. Diese sind nur im Erfolgsfall kostenpflichtig, also dann, wenn die Domain tatsächlich für den Kunden registriert werden konnte. Anders sieht es nur aus, wenn die jeweilige Vergabestelle etwa bei Sunrise-Phasen selbst Gebühren erhebt, diese würden dann in Rechnung gestellt. In diesem Fall wird der Kunde explizit auf mögliche erfolgsunabhängige Gebühren hingewiesen. Versteckte Kosten entstehen also nicht.

Der Ansturm auf die neuen Domains war wie erwartet sehr groß. Wie beurteilen Sie die Chancen, dass auch normale Kunden, die sich im Zuge der Denic-Freigabe beispielsweise ihre Namensinitialen als Domainnamen sichern wollten, zum Zuge kamen?

Alle ein- und zweistelligen Domains waren innerhalb weniger Minuten vergeben – das war zu erwarten. So, wie es aussieht, konnten wir selbst nur drei oder vier von diesen Kurz-Domains registrieren, z.B. nh.de und j2.de Es haben sich etwa 200 bis 250 Denic-Mitglieder an der Aktion beteiligt, so dass wir – was die Erfolgsquote bei den Kurz-Domains angeht, ungefähr im statistischen Durchschnitt liegen. Nicht wirklich gut, aber auch nicht schlecht. Wir hätten uns hier natürlich ein besseres Ergebnis gewünscht. Insbesondere konnten wir bei keiner der Top-Domains wie tv.de oder pc.de “punkten”.

Wir konnten aber für unsere Kunden mehrere tausend Zifferndomains erfolgreich registrieren! Heute Vormittag war der Ansturm auf unsere Website immens. Wir hatten fünfmal so viel Traffic wie sonst auf der Website. Zeitweise sind unsere Server in die Knie gegangen. Mittlerweile läuft wieder alles stabil.

Wir nehmen natürlich auch weiterhin noch Bestellungen für (freie) Ziffern-Domains an. Die Nachfrage ist nach wie vor groß. Viele Kunden sind wohl erst heute, aufgrund der Berichterstattung in den Massenmedien, auf das Thema aufmerksam geworden.

Ist eine Registrierung von ein- und zweistelligen Domains nach der Denic-Freigabe (ab nächster Woche beispielsweise) über ihre Homepage wie gewohnt möglich?

Wir müssen hier ein entsprechendes Domain-Update fahren. Da wir für unsere Kunden mehrere tausend Ziffern-Domains registrieren konnten, wird sich das bei uns noch mehrere Tage hinziehen. Bei kleineren Anbietern ist das sicher nur eine Frage von wenigen Stunden. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass unsere Kunden ihre Domains so schnell wie möglich nutzen können.

Vielen Dank für Beantwortung meiner Fragen.

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Nachgefragt: Das sagt Strato zur Vergabe der neuen Domains

strato_logoIn ein paar Stunden ist es soweit. Pünktlich um neun Uhr gibt die Denic das in den vergangenen Tagen viel diskutierte Registrierungsverfahren für ein- und zweistellige Domains sowie für Internetadressen mit ausschließlich Ziffern und Kfz-Kennzeichen, frei. Das Interesse ist groß – vor allem Unternehmen und windige Geschäftemacher wittern das große Geschäft. Privatkunden bleiben bei der Vergabe der neuen Internetadressen leider auf der Strecke.

Ich habe bei einigen großen Webhosting-Anbietern – in diesem Fall bei Strato-Pressesprecher Lars Gurow – einmal nachgefragt, was sie von der ganze Geschichte so halten.

Wie kann ein Kunde bei Ihnen die neuen Domains vorbestellen? Bis wann ist das möglich und welche Kosten kommen auf ihn zu? Entstehen auch Kosten, falls der Zuschlag für die gewünschte Domain nicht erfolgt?

Wir vergeben ab morgen .de-Domains nach den neuen Richtlinien der Denic über den regulären Prozess zu unseren Standardpreisen. Am Denic-Sonderprozess für die ein- und zweistelligen Domains nehmen wir nicht teil. Das bedeutet: Ab morgen können bei Strato beispielsweise Telefonnummern oder Geburtsdaten als .de-Domains angemeldet werden. Auch Anmeldungen von ein- und zweistelligen Domains werden angenommen, da sie ja den Richtlinien entsprechen. Höchst wahrscheinlich wird so jedoch keine dieser Domains zu bekommen sein.

Ist es nach Auflauf der Registrierungsfrist noch möglich, ein- und zweistellige Domains vorzubestellen?

Nein, bei Strato sind keine Vorbestellungen von Domains möglich.

Der Ansturm auf die neuen Domains wird wie erwartet sehr groß sein. Wie beurteilen Sie die Chancen, dass auch normale Kunden, die sich im Zuge der Denic-Freigabe beispielsweise ihre Namensinitialen als Domainnamen sichern möchten, zum Zuge kommen werden?

Wir halten das für ein Lotteriespiel – das ist auch der Grund, warum wir uns daran nicht beteiligen. Zahlreiche Provider verlangen Geld von Kunden, damit diese überhaupt für eine Domain bieten dürfen. Das ist beinhartes Domain-Grabber-Geschäft – das Geschäft von Strato ist es aber, im Rahmen von kompletten Hostingdienstleistungen zahlreiche verschiedene Domains zu günstigen Preisen anzubieten.

Ab welchem Datum werden die erworbenen Domains voraussichtlich konnektiert sein?

Das hängt vom jeweiligen Provider ab. Über den regulären Prozess – den Strato beibehält – wird eine .de-Domain in der Regel innerhalb von einigen Tagen konnektiert

Ist eine Registrierung von ein- und zweistelligen Domains nach der Denic-Freigabe (ab nächster Woche beispielsweise) über ihre Homepage wie gewohnt möglich?

Ja. Wenn diese Domain frei ist, kann man sie über den regulären Prozess zum Standardpreis anmelden.

Vielen Dank für Beantwortung meiner Fragen.

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Nachgefragt: Das sagt Domainfactory zur Vergabe der neuen Domains

domainfactory-logoIn ein paar Stunden ist es soweit. Pünktlich um neun Uhr gibt die Denic das in den vergangenen Tagen viel diskutierte Registrierungsverfahren für ein- und zweistellige Domains sowie für Internetadressen mit ausschließlich Ziffern und Kfz-Kennzeichen, frei. Das Interesse ist groß – vor allem Unternehmen und windige Geschäftemacher wittern das große Geschäft. Privatkunden bleiben bei der Vergabe der neuen Internetadressen leider auf der Strecke.

Ich habe bei einigen großen Webhosting-Anbietern – in diesem Fall bei Domainfactory-Sprecher Peter Müller – einmal nachgefragt, was sie von der ganze Geschichte so halten.

Wie kann ein Kunde bei Ihnen die neuen Domains vorbestellen? Bis wann ist das möglich und welche Kosten kommen auf ihn zu? Entstehen auch Kosten, falls der Zuschlag für die gewünschte Domain nicht erfolgt?

Bei uns war eine Vorbestellung bis einschließlich 12:00 Uhr am heutigen Donnerstag möglich. Um uns bestmöglich auf den morgigen Start vorbereiten zu können, nehmen wir inzwischen keine Vorbestellungen mehr entgegen. Möglich war die Vorbestellung für alle Bestandskunden (“Nicht-Kunden” können sich bei uns mit einem kostenlosen DomainManager-Paket registrieren) mittels eines Fax-Formulars.Wir berechnen je Domain eine erfolgsunabhängige Servicegebühr in Höhe von 25,00 Euro, die jedoch nur dann anfällt, wenn wir eine Vorbestellung auch tatsächlich an die Denic zur Registrierung weiterleiten – wenn eine Vorbestellung aufgrund eines zu niedrigen Starplatzgebots erst gar nicht zur Registrierung weitergeleitet wird, wird die Servicegebühr nicht berechnet.

Die Reihenfolge der Weitergabe der Vorbestellungen wird in Form von Startplatzgeboten vergeben, die mit Auftragserteilung zur Vorbestellung abgegeben werden konnten. Je höher ein Gebot, umso größer also die Chancen auf tatsächliche Registrierung der Domain. Berechnet wird das Gebot jedoch nur dann, wenn es auch wirklich zu einer erfolgreichen Registrierung der Domain kommt. Mit dieser Vergabe der Startplätze haben wir versucht sicherzustellen, dass diejenigen mit dem größten Interesse an einer Domain (z.B. Inhaber von Markenrechten) auch realistische Chancen auf Registrierung ihrer Domain haben.

Alle Einnahmen, die sich aus den Startplatzgeboten sowie den Servicegebühren ergeben, werden von uns an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Damit wollen wir verdeutlichen, dass wir die Einführung der neuen .de-Domains als einen Service für unsere Kunden verstehen und nicht als eine Möglichkeit, “schnell Kasse zu machen”. Letztendlich zahlen wir dabei sogar erheblich drauf, da wir seit Ankündigung große personelle Ressourcen rund um das Handling der Einführung aufwenden (Entwicklung der technischen Systeme, Annahme/Verwaltung der Vorbestellungen, Support für Kunden bei Fragen, etc.). Der Empfänger der Spende kann bei uns im Forum und Blog vorgeschlagen werden, wir werden dann die Vorschläge letztlich zur Abstimmung stellen.

Ist es nach Auflauf der Registrierungsfrist noch möglich, ein- und zweistellige Domains vorzubestellen?

Nein, wir nehmen mit dem heute um 12 Uhr erfolgten Ablauf der Annahmefrist keine Vorbestellungen mehr entgegen. Erst mit der regulären Einführung der neuen Domains (laut Denic voraussichtlich am 26.10.) werden wir wieder Bestellungen (und dann ganz normal über unsere Webseite) für diese Domains entgegen nehmen.

Der Ansturm auf die neuen Domains wird wie erwartet sehr groß sein. Wie beurteilen Sie die Chancen, dass auch normale Kunden, die sich im Zuge der Denic-Freigabe beispielsweise ihre Namensinitialen als Domainnamen sichern möchten, zum Zuge kommen werden?

Die Chancen auf Erhalt einer der neuen Domainnamen sind für alle Interessierten vergleichsweise sehr gering, dass muss man ganz offen und ehrlich feststellen. Und zwar unabhängig davon, ob es sich dabei um private Verbraucher, Unternehmen/Organisationen oder Professionals aus der Domainbranche handelt. Es geht letztlich ja um eine Zahl – bei den richtig begehrten ein- und zweistelligen – von ca. 1.300 Domains (was bei derzeit gut 13 Millionen .de-Domains 0,01 Prozent der Gesamtzahl entspricht!). Bei rund 270 Registraren und einer von Denic auf vier Registrierungsversuche pro Minute erfolgenden Limitierung für jeden Registrar werden diese Domainnamen somit relativ schnell registriert sein, entsprechend begehrt sind die ersten Startplätze bei den Registraren.

Die Vergabe dieser Startplätze gestaltet sich von Registrar zu Registrar unterschiedlich. Während einige wie wir auf ein Gebotssystem bei gleichzeitigem Spenden der Erträge setzen gibt es andere, die zwar ebenfalls die Startplätze per Höchstgebot vergeben, jedoch die Einnahmen nicht spenden. Andere wiederum nehmen teilweise gar nicht teil, während einige wiederum sogar ihr komplettes Registrierungssystem für die Einführungsphase vermieten bzw. per Höchstgebot versteigern.

Letztendlich werden durch die in vielen Fällen erfolgende Startplatzvergabe nach Höchstgebot jedoch diejenigen Interessenten noch die vergleichsweise größten – so gering diese auch sind – Chancen auf Zuteilung haben, denen der Erhalt der Domainnamen entsprechend viel wert ist. Dies ist für viele Interessenten sicherlich eine nicht gerade befriedigende Situation. Gerade wenn man sich vor Augen führt, welch kleiner Prozentsatz an Domainnamen neu in Umlauf kommt, scheint dies durch die riesige Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage jedoch nahezu unvermeidlich.

Ab welchem Datum werden die erworbenen Domains voraussichtlich konnektiert sein?

Hierzu gibt es noch keine genauen Informationen seitens der Denic, die Domains werden jedoch definitiv erst zeitverzögert konnektiert sein. Wir vermuten, dass eine Konnektierung erst dann gegeben sein wird, wenn die neuen Domains auch zur allgemeinen Registrierung freigegeben werden.

Ist eine Registrierung von ein- und zweistelligen Domains nach der Denic-Freigabe (ab nächster Woche beispielsweise) über ihre Homepage wie gewohnt möglich?

Ja, sobald die Denic die allgemeine Freigabe zur Registrierung erteilt, können diese neuen Domainnamen ganz normal über unsere Webseite bzw. für Bestandskunden auch einfach über das Kundenmenü registriert werden.

Vielen Dank für Beantwortung meiner Fragen.

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Nachgefragt: Das sagt 1blu zur Vergabe der neuen Domains

23. Oktober 2009 Michael Friedrichs 1 Kommentar

1blu-logoIn ein paar Stunden ist es soweit. Pünktlich um neun Uhr gibt die Denic das in den vergangenen Tagen viel diskutierte Registrierungsverfahren für ein- und zweistellige Domains sowie für Internetadressen mit ausschließlich Ziffern und Kfz-Kennzeichen, frei. Das Interesse ist groß – vor allem Unternehmen und windige Geschäftemacher wittern das große Geschäft. Privatkunden bleiben bei der Vergabe der neuen Internetadressen leider auf der Strecke.

Ich habe bei einigen großen Webhosting-Anbietern – in diesem Fall bei 1blu-Sprecherin Katja Fricke – einmal nachgefragt, was sie von der ganze Geschichte so halten.

Wie kann ein Kunde bei Ihnen die neuen Domains vorbestellen? Bis wann ist das möglich und welche Kosten kommen auf ihn zu? Entstehen auch Kosten, falls der Zuschlag für die gewünschte Domain nicht erfolgt?

Seit dem 19. Oktober sind bei 1blu im Rahmen eines automatisierten Bestellprozesses auf unserer Homepage Voranmeldungen für die neuen ein- und zweistelligen .de-Domains sowie für Zifferndomains möglich. Eine gesonderte Bearbeitungsgebühr für die Voranmeldung wird hierbei nicht erhoben. Kunden können für eine Voranmeldung beispielsweise eines unserer .de-Domain-Pakete bestellen, hierfür fällt dann nur eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 3,90 Euro an. Für Bestandskunden, die ihre Wunschdomains in ihren bestehenden Vertrag als Zusatzdomains bestellen, entstehen sogar nur Kosten bei einer erfolgreichen Registrierung.

Ist es nach Auflauf der Registrierungsfrist noch möglich, ein- und zweistellige Domains vorzubestellen?

1blu setzt die Vorregistrierungen für seine Kunden auch nach dem 23. Oktober bis zum Beginn der regulären Registrierungsphase (voraussichtlich am 26. Oktober 2009) fort.

Der Ansturm auf die neuen Domains wird wie erwartet sehr groß sein. Wie beurteilen Sie die Chancen, dass auch normale Kunden, die sich im Zuge der Denic-Freigabe beispielsweise ihre Namensinitialen als Domainnamen sichern möchten, zum Zuge kommen werden?

Die Chancen für die Registrierung von ein- und zweistelligen Domains sind aufgrund der zahlenmäßig recht begrenzten Möglichkeiten leider sicherlich nicht allzu groß. Bessere Chancen haben Kunden dagegen bei der Voranmeldung von Zifferndomains. Hier haben wir auch ein besonders großes Interesse feststellen können. Viele Kunden versuchen Domains anzumelden, die ihrem Geburtsdatum, ihrer Telefonnummer oder ähnlich beliebten individuellen Zahlen-Kombinationen entsprechen. Aufgrund der vielen möglichen Kombinationen bestehen bei Voranmeldungen daher besonders gute Registrierungschancen.

Ab welchem Datum werden die erworbenen Domains voraussichtlich konnektiert sein?

Die Erreichbarkeit der Domains sollte nach einer erfolgreichen Registrierung in der Regel innerhalb von 24-48 Stunden erfolgen.

Ist eine Registrierung von ein- und zweistelligen Domains nach der Denic-Freigabe (ab nächster Woche beispielsweise) über ihre Homepage wie gewohnt möglich?

Nach Start der regulären Registrierungsphase können Kunden die neuen .de-Domains über unsere Internetseiten bestellen.

Vielen Dank für Beantwortung meiner Fragen.

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Nachgefragt: Das sagt 1&1 zur Vergabe der neuen Domains

1und1-logoIn ein paar Stunden ist es soweit. Pünktlich um neun Uhr gibt die Denic das in den vergangenen Tagen viel diskutierte Registrierungsverfahren für ein- und zweistellige Domains sowie für Internetadressen mit ausschließlich Ziffern und Kfz-Kennzeichen, frei. Das Interesse ist groß – vor allem Unternehmen und windige Geschäftemacher wittern das große Geschäft. Privatkunden bleiben bei der Vergabe der neuen Internetadressen leider auf der Strecke.

Ich habe bei einigen großen Webhosting-Anbietern – in diesem Fall bei 1&1-Pressesprecher Andreas Maurer – einmal nachgefragt, was sie von der ganze Geschichte so halten.

Wie kann ein Kunde bei Ihnen die neuen Domains vorbestellen? Bis wann ist das möglich und welche Kosten kommen auf ihn zu? Entstehen auch Kosten, falls der Zuschlag für die gewünschte Domain nicht erfolgt?

1&1 bietet seinen Kunden die Möglichkeit, an einer Sonderauktion zu den neuen Domains bei unserer Schwestergesellschaft Sedo teilzunehmen. Einen entsprechenden Link finden unsere Kunden im Control Center. Nach Ablauf der Einführungsphase werden wir spätestens Anfang November die Möglichkeit bieten, die Registrierung neuer Domains oder Domainumzüge direkt über unsere normale Bestellplattform anzustoßen.

Ist es nach Auflauf der Registrierungsfrist noch möglich, ein- und zweistellige Domains vorzubestellen?

Die ein- und zweistelligen Domains dürften, ebenso wie Adressen die einem KfZ-Kennzeichen oder einer anderen Top-Level-Domain entsprechen, alle am Freitag vergeben werden. Bei den Ziffern-Domains gibt es sicher noch die ein oder andere ungenutzte. Spannend dürfte aber der so genannte sekundäre Domain-Markt sein, also der Verkauf oder die Versteigerung im Anschluss an die Einführungsphase.

Der Ansturm auf die neuen Domains wird wie erwartet sehr groß sein. Wie beurteilen Sie die Chancen, dass auch normale Kunden, die sich im Zuge der Denic-Freigabe beispielsweise ihre Namensinitialen als Domainnamen sichern möchten, zum Zuge kommen werden?

Bei den Kürzeln sind die Chancen naturgemäß eher gering. Zum einen gibt es, Umlaute eingerechnet, eben nur 29 x 29 Kombinationen. Wie bei allen Domainnamen wird dann auch bei den kurzen .de-Adressen das Thema Markenrecht eine große Rolle spielen – wenn Hans Petersen die hp.de registriert, kann er sich vermutlich schon einmal auf ein Schreiben von Hewlett Packard einstellen. Hier sollte sich also jeder Nutzer vorab selbst fragen, ob es eventuell Schutzrechte an einer gleichlautenden Marke gibt und ob er gegebenenfalls gewillt ist, das Risiko eine Rechtsstreites auf sich zu nehmen.

Ab welchem Datum werden die erworbenen Domains voraussichtlich konnektiert sein?

Das dürfte ähnlich schnell gehen wie allen anderen .de-Domains, da hier ja anders als etwa bei den Umlaut-Domains keine neue Technik implementiert werden muss. Allerdings müssen alle Registrare ihre eigenen Bestellplattformen anpassen, da diese in der Regel noch die bisherigen Restriktionen der DENIC abbilden.

Ist eine Registrierung von ein- und zweistelligen Domains nach der Denic-Freigabe (ab nächster Woche beispielsweise) über ihre Homepage wie gewohnt möglich?

Wir werden die Registrierung nach Abschluss der Einführungsphase anbieten. Ob unsere Systeme schon nächste Woche so weit sind, können wir heute noch nicht sagen – spätestens Anfang November wird es aber soweit sein.


Vielen Dank für Beantwortung meiner Fragen.

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