Kaum hatte die Richter am Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung für verfassungswidrig erklärt, da drückten die meisten Telekommunikations- konzerne schon auf den Löschknopf und schoben Milliarden von gespeicherten Verbindungsdaten in den digitalen Mülleimer. Mit dabei ist auch die Deutsche Telekom. Wie golem.de berichtet, sind die Bonner gerade dabei, sage und schreibe 19 Terabyte (!!) Vorratsdaten zu löschen, was ungefähr 4,85 Milliarden ausgedruckte DinA4-Seiten entsprechen würde. Dass der Löschvorgang nicht innerhalb von ein paar Minuten abgeschlossen sein dürfte, sollte bei der Datenmenge eigentlich klar sein. Kein Wunder also, dass der Vorgang laut Telekom-Sprecher mehrere Tage dauert. Sicherheitskopien und Backups gebe es übrigens nicht. Zudem sei die Löschung der gespeichert Verbindungsdaten vollständig und endgültig.
(Bild: Klicker / pixelio.de)

Die Deutsche Telekom hat sich für die anstehende CeBIT 2010 etwas Besonderes ausgedacht. In Halle 4 hat der Bonner Konzern gemeinsam mit den Standnachbarn Microsoft, SAP und Fujitsu-Siemens eine eigene Lounge für Blogger eingerichtet. Neben einem kostenfreien W-LAN-Zugang, einer Steckdose für das Netbook, einer Ladestation für das Smartphone und eine bequeme Sitzgelegenheit stehen laut Pressestelle auch kalte Getränke und nette Gesprächspartner zur Verfügung.
Anmelden könnt ihr euch via Twitter (einfach Reply an @deutschetelekom) oder per Mail an comtwitter@telekom.de. Den Terminwunsch (an welchem Tag ihr die Lounge nutzen möchtet) nicht vergessen!
Die Idee finde ich jedenfalls prima. Ich habe mich bereits angemeldet, auch in der Hoffnung, dass die Lounge eine Alternative zum überfüllten Pressezentrum ist und wenn dort tatsächlich der eine oder andere interessante Gesprächspartner zu finden ist, umso besser.
Bieten eigentlich auch andere Aussteller eine Blogger-Lounge auf ihrem Stand an?
Das Tauziehen um den Berliner Webhosting-Anbieter Strato ist vorbei. Wie die bisherige Eigentümerin Freenet heute Morgen verkündet hat, hat sich die Deutsche Telekom gegen Mitbewerber United Internet durchgesetzt und für 275 Millionen Euro zu Zuschlag für den Webhoster bekommen. Allerdings muss das Bundeskartellamt der Übernahme noch zustimmen.
Ursprünglich hatte Freenet noch einen Kaufpreis von rund 350 Millionen Euro anvisiert. Mit der Übernahme von Strato und rund 1,4 Millionen Kunden wird die Telekom nach eigenen Angaben die Nummer 2 auf dem deutschen Webhosting-Markt. Im ersten Halbjahr des Jahres hatte Freenet in diesem Bereich noch einen Umsatz von 45,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Ich bin jedenfalls gespannt, welche Pläne der Bonner Konzern verfolgt. Nahe liegend wäre sowohl eine Aufwertung des bisherigen T-Entertain- als auch des T-Online-Angebotes um neue Features.
Und noch etwas wäre interessant: Können Kunden künftig in den T-Punkten neben Handys und DSL-Anschlüssen auch Hosting-Verträge abschließen, Domains registrieren und Webspace ordern?
Die Deutsche Telekom hat mit der neuen Speedport W101 Bridge jetzt ein praktisches Zusatzgerät für ihre T-Entertain-Kunden vorgestellt. Das Gerät wird über die Ethernet-Schnittstelle an den Media Receiver angeschlossen. Unterstützt werden neben dem MR 301 auch die Modelle MR 300 und MR 100. Über die integrierte WLAN-Schnittstelle verbindet sich die Speedport W101 Bridge mit einer Übertragungsrate von bis zu 300 Megabit pro Sekunde mit dem DSL-Router und ermöglicht so den kabellosen Fernsehempfang in HD-Qualität.
Laut Hersteller erfolgt die Konfiguration von DSL-Router und WLAN-Bridge auf Knopfdruck. Dank WPS (Wi-Fi Protected Setup) stellt die Bridge automatisch eine verschlüsselte, sichere Funkverbindung her. Die Datenübertragung erfolgt auf der Basis des aktuellen WLAN-Standards IEEE 802.11n, funktioniert aber auch mit den älteren Protokollen b und g. Das Gerät ist zudem mit zwei Ethernet-Anschlüssen ausgestattet, um neben einem Media Receiver beispielsweise auch einen PC oder eine Spielkonsole anschließen zu können.
Zum Lieferumfang der Speedport W 101 Bridge gehören die notwendigen Verbindungskabel, das Steckernetzteil und eine Wandhalterung. Das Gerät ist ab sofort zum Preis von 149,99 Euro erhältlich. Alternativ kann die Bridge auch für 2,95 Euro im Monat gemietet werden.
Im Verkaufsrennen um den Berliner Webhosting-Anbieter Strato ist wieder etwas Bewegung gekommen. Wie das Handelsblatt berichtet, haben es nur die Deutsche Telekom und United Internet geschafft, in die engere Wahl zu kommen. Wer am Ende den Zuschlag bekommt (eine Entscheidung soll Ende November fallen), wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Derzeit feilschen alle Beteiligten noch um den endgültigen Kaufpreis. Dies dürfte allerdings kein leichtes Unterfangen sein, da die Preisvorstellungen laut Handelsblatt noch ziemlich auseinander gehen. Während die Strato-Muttergesellschaft Freenet einen Kaufpreis von rund 350 Millionen Euro anvisiert, liegt das Höchstgebot derzeit angeblich erst bei 220 Millionen Euro.
Erhält United Internet den Zuschlag, gehe ich davon aus, dass Strato in der Hosting-Sparte von 1&1 aufgehen wird und so deren Führung in diesem Bereich noch weiter ausbauen wird. Interessanter dürfte die Übernahme werden, wenn der Bonner Telefonriese das meiste Geld auf den Tisch des Hauses legt. Bisher hatte die Telekom nur relativ wenig mit Webhosting im privaten Bereich zu tun. Denkbar wäre meiner Meinung nach die Erweiterung des T-Entertain-Angebotes um weitere Features. Auch T-Online-Kunden könnten von dem Strato-Kauf profitieren.
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