
Seit dem 12. März können Käufer in den Vereinigten Staaten das Apple iPad vorbestellen. Offizielle Verkaufszahlen gibt es noch nicht, doch glaubt man den Hochrechnungen verschiedener Analysten, dürfte Steve Jobs und seine Mannschaft durchaus zufrieden sein. Demnach haben in den ersten sechs Stunden nach Vorverkaufsbeginn zwischen 90.000 und 120.000 Käufer das Apple-Tablet bestellt. Und bis zum Verkaufsstart am 3. April dürften es einige mehr werden. Bis dahin läuft in den Apple-Fabriken in Asien die Produktion auf Hochtouren. Rund eine Million iPads sollen in den nächsten zwei Wochen vom Band laufen. Ob diese Menge reicht, ist allerdings fraglich, zumal das iPad auch außerhalb der USA zu kaufen sein wird.
Aber zurück zu den Analysten. Daniel Tello prognostiziert, dass innerhalb von drei Tagen nach Verkaufsstart weitere 150.000 Geräte über den Ladentisch gehen werden. Und nach zwei Wochen soll bereits das Eine-Millionste-iPad verkauft worden sein. Doch wie kommt der gute Mann, der schon in der Vergangenheit mit recht zuverlässigen Prognosen von sich Reden gemacht hat, auf diese Zahlen? Nun, das ist sein Job. Zahlen sammeln, auswerten und schließlich bewerten. Zum Schluss noch ein interessanter Vergleich: das Apple iPhone brauchte zwei Monate, um die Eine-Million-Hürde zu knacken.

Es gibt angebliche Neuigkeiten zum Apple iPad. Wie die Jungs von appadvice.com aus einer zuverlässigen Quelle erfahren haben wollen, startet der Vorverkauf des Tablets bereits in dieser Woche. Sogar einen konkreten Termin wollen die Blogger schon in Erfahrung gebracht haben. Demnach kann die WLAN-Version des iPad in den USA ab dem 25. Februar (Donnerstag) vorbestellt werden. Die Auslieferung soll innerhalb von vier Wochen erfolgen.
Ob der Vorverkauf am 25. Februar auch hierzulande gestartet wird, ist nicht bekannt.

Die Verwirrung unter den Apple-Fans ist groß. Nachdem T-Online, Amazon und einige andere Online-Händler das iPad bereits in ihr Verkaufsprogramm aufgenommen haben und Kunden die Geräte sogar schon vorbestellen könnten, sind die meisten Angebotsseiten seit gestern Abend nicht mehr erreichbar. Demnach sollte das Einsteiger-iPad mit 16 GB Flashspeicher und integriertem WLAN 499 Euro kosten. Das gleiche Modell mit GPS und UMTS für 130 Euro zu haben sein. In einigen Online-Shops gab es sogar schon konkrete Liefertermine. Demnach sollten die einfachen iPad-Modelle bereits am 25. März erhältlich sein, die UMTS-Varianten knapp vier Wochen später.
Warum die Angebote wieder entfernt wurden, ist noch nicht bekannt. Weder die Shop-Betreiber noch Apple haben sich bislang dazu geäußert. Auf der iPad-Produktseite (im Kleingedruckten ganz unten) von Apple steht aber neuerdings der Hinweis, dass die Geräte noch keine Zulassung der US-Kommunikationsbehörde FCC besitzen. Bis zur Erteilung dieser Zulassung dürfe das iPad nicht verkauft werden, heißt es da. Auch der Vorverkauf beziehungsweise das Vorbestellen des Tablet wäre demnach nicht erlaubt.
Die Jungs von Engadget haben jedoch eine ganz andere Vermutung. Ihrer Meinung nach hat Apple den Vorverkauf in Deutschland stoppen lassen, weil das Vertriebsmodell hierzulande noch nicht feststeht. Ob dieses Vorgehen auf eine exklusive Bindung an einen Provider wie beispielsweise T-Mobile mit dem iPhone schließen lässt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Auf Anfrage von Heise Online wollte der Unternehmenssprecher den Vertrieb des Apple Tablet über den Bonner Konzern jedenfalls nicht bestätigen.
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