Tagesschau-App: ARD-Chef versteht die ganze Aufregung nicht

Die Aufregung in der deutschen Verlagswelt ist groß, seit die ARD ein kostenloses Nachrichten-App für das Apple iPhone angekündigt hat. Der Axel Springer-Verlag schimpft, der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) protestiert ebenfalls, auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann meldet sich zu Wort und nun will auch der Bund der Steuerzahler zu der Diskussion etwas beitragen. Nur einer versteht die ganze Aufregung um die Tagesschau-App nicht. In einem Interview mit der Deutschen Nachrichtenagentur dpa hat jetzt der ARD-Chef Peter Boudgoust Stellung bezogen und sich entschieden gegen die Kritik gewehrt.

Der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung ist völlig unverständlich. Bereits seit Jahren sind im absoluten Einklang mit der Mediengesetzgebung die Inhalte von tagesschau.de auch auf Handys oder Smartphones mobil verfügbar. Warum dies nun mit einer simplen Software zur Wahrnehmung des Angebots von tagesschau.de auf dem iPhone nicht möglich sein soll, verstehe wer will. Außerdem hält die ARD die Regeln des entsprechenden Staatsvertrages vollständig ein.

Laut Boudgoust möchte die Sendeanstalt künftig verstärkt auf die neuen Hör- und Sehgewohnheiten junger Menschen eingehen. Radio und Fernsehen seien für junge Menschen nicht mehr die bevorzugten Geräte. Es habe sich alles auf Laptops und Handys verlagert, so der ARD-Vorsitzende. Dazu gehöre auch die Präsenz in den sozialen Netzwerken. Allerdings seien die wichtigsten Voraussetzungen dafür jeweils deren Seriosität sowie ein werbefreies Umfeld.

via: Kress

29. Dezember 2009 von Michael Friedrichs
Kategorien: Politik, Software | Schlagwörter: , , , | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Wenn es nach den Kritikern der tagesschau-App geht, dann würden die ÖR noch in schwarz/weiß senden…