Wikipedia: Eintrag über Löschtrolle nach fünf Minuten bereits gelöscht

Die Löschtrolle haben wieder zugeschlagen. Nach nur fünf Minuten Online-Zeit haben sie eine überaus relevante Selbstdarstellung ihrer Tätigkeit innerhalb der Wikipedia wieder vom Netz genommen. Nicht das erste Mal übrigens, sondern bereits der siebte Versuch, eine seriöse Beschreibung ihres Berufsstandes zu verhindern. Relevanz sei Dank!

Zum Glück gibt es aber Wikipedia-Nutzer wie Nimro. In seinem Profil sind neben einer Erklärung für Löschtrolle auch Tätigkeitsbeschreibungen für Exklusionisten oder Klicki-Bunti-Hasser zu finden.

Löschtroll: Zeichnet sich durch wenig Artikelarbeit und viele Löschanträge aus. Ignoriert gerne die Wikipedia-Löschregeln, was aber nichts macht, da offensichtlich nicht dagegen vorgegangen werden kann. So sorgt dieser Benutzertyp regelmäßig für zeitraubende Diskussionen und vergrault Autoren. Seine Löschanträge driften in Poesie ab, und die viele Arbeit wird vermutlich durch Textbausteine unterstüzt. So finden sich immer wieder dieselben Argumente, die möglichst pauschal sind und möglichst wenig auf den Artikel eingehen. Besonders beliebt als Todesstoß ist keine Quellen, Geschwurbel und Theoriefindung. Löschtrolle sind der Meinung, dass Löschanträge dazu da sind, die Qualität der Wikipedia zu verbessern. Dafür ist zwar die Qualitätssicherung gedacht, diese haben sie aber erfolgreich soweit ignoriert, dass diese als nicht allgemein akzeptiert gilt. Man hat es hier also mit einer Enzyklopädie zu tun, in der reichlich viele Benutzer Löschanträge der Qualitätssicherung vorziehen. Finden Autoren auch prima, wenn irgendein Troll seine Arbeit mit einem flüchtigen Satz herabwürdigt, aber selbst selten etwas zur Verbesserung beiträgt. Selbst ernannte Qualitätsexperten, die oft die Qualifikation dazu schuldig bleiben. Zum Löschantragsteller muss man sich übrigens nicht qualifizieren. Das kann hier jeder, deswegen melden sich manche sogar extra ab und stellen Löschanträge als IP-Socken, um nicht unangenehm aufzufallen. Also zu bescheiden für selbst ernannte Qualitätsarbeit. Offiziell natürlich, um sich vor bösen, aufdringlichen Inklusionisten und Enzyklopädienichtverstehern zu schützen.

Via: Twitter @codeispoetry (Thomas Pfeiffer)

30. Dezember 2009 von Michael Friedrichs
Kategorien: Fun, Internet | Schlagwörter: , | 2 Kommentare

Kommentare (2)

  1. Ja.. also neee, da fehlen ja auch eindeutige Belege und überhaupt, Qualität, das braucht mehr Qualität.. war schon brav nach Vorschrift richtig so.. 😉

  2. Dieser Artikel erfüllt nicht die Relevanzkriterien. Ausserdem ist er nicht enzyklopedisch